Alle Beiträge von Heike Sichting

Herbergselterntreffen 2018

Das 16. Herbergselterntreffen am ökumenischen Pilgerweg am 10. März 2018 war das Ziel des Delegierten unseres Vereins, Holger Hecht. Hier sein Bericht:
Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich etwa 40 Gleichgesinnte in der schönen Wein-Stadt Freyburg an der Unstrut.
Der Bürgermeister, Herr Udo Mänicke, begrüßte die Teilnehmer sehr herzlich und wies auf die geschichtsträchtigen Ereignisse dieses Ortes hin, bei denen u.a. die junge Fürstin Elisabeth von Thüringen eine wesentliche Rolle spielte. Bei herrlichem Sonnenschein stiegen wir gemeinsam zur Neuenburg und schlichen ehrfürchtig durch die alten Gemäuer.
Der Rückweg führte uns durch ausgedehnte Weinberge. Nach einer kleiner kulinarischen Stärkung erwartete uns noch ein interessanter Vortrag über den Elisabethpfad e.V. Der Vertreter aus Marburg machte uns in Wort und Bild die Spuren der Heiligen als Pilgerweg nachvollziehbar. Ein Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten fehlte auch diesmal nicht.
Übrigens, der Ökumenische Pilgerweg von Görlitz bis Vacha feiert in diesem Jahr seinen 15. Geburtstag. Dazu hat sich der „Ökumenische Pilgerweg e.V.“ einige Überraschungen einfallen lassen … schaut mal auf die Webseite http://www.oekumenischer-pilgerweg.de/!
Hier sind zudem ein paar fotografische Schnappschüsse vom Treffen.

Vortrag beim 16. Herbergselterntreffen (März 2018) | Foto: Holger Hecht

Besichtigung Neuenburg beim 16. Herbergselterntreffen (März 2018) | Foto: Holger Hecht

Austausch beim 16. Herbergselterntreffen (März 2018) | Foto: Holger Hecht

Liebe Pilger,

wir haben Anfang des Jahres einen Beitrag zur Pilgerstatistik auf unsere Homepage gestellt. Doch diese Statistik ist nur die eine Seite der Medaille. Wir freuen uns immer sehr, sehr über die vielen positiven Eintragungen in unserem Gästebuch.

Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle auch einmal bei den Pilgern bedanken. Ihre Anteilnahme an der Geschichte unseres Kirchleins muss unbedingt erwähnt werden.
Unsere „Besucher“ sind sehr wissbegierig und es entsteht sehr schnell ein guter Kontakt zwischen Ihnen und den Herbergsbetreuern. Das ist auch für uns immer wieder ein stolzes Gefühl, von den Jahren der Restaurierung und dem Aufbau des Vereins zu berichten und dann auch mehr über die Beweggründe für solche Pilgerreisen zu erfahren.

Einige besondere Eintragungen möchten wir im Folgenden veröffentlichen. Vielleicht erkennt Ihr Euch wieder?

Es grüßen Euch ganz herzlich die drei Kleinliebenauer Herbergsbetreuungs-Familien.

Gästebuch – Blatt 1

Gästebuch – Blatt 2

Gästebuch – Blatt 3

 

Das Jahr 2018 fing sehr gut an!

Es stand am dritten Januar-Sonntag ein Gottesdienst an, der bei jedem Teilnehmer das Herz höher schlagen ließ. Klein Valentin, der neue Erdenbürger, sollte in den Schoß der Kirche aufgenommen werden. Mutti, Vati und alle Gäste waren sehr gerührt, als Pfarrer Dr. Meißner den Taufspruch aus Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte. Er weidet mich auf einer grünen Aue“ vorlas und das Taufritual eindrucksvoll zelebrierte.
Wir schließen uns den guten Wünschen der Eltern und der Taufpaten an und wünschen Dir, lieber Valentin, alles Gute in Deinem weiteren Leben.
An dieser Stelle sollen wir auf Wunsch der Eltern des Täuflings noch ergänzen, dass alle Gäste voll des Lobes waren über das kleine Kirchlein, das so eine herzliche Atmosphäre bot. Einen besonderen Dank möchten sie an Pfarrer Dr. Meißner richten, der mit seinen wunderbaren Ausführungen die anwesenden Kinder so herzlich in das Taufritual mit einbezogen hat.
Es war ein unvergesslicher Tag für alle „Akteure“ und Gäste.

Taufe von Valentin, Januar 2018 | Foto: S. Adaschkiewitz
Valentin als Täufling | Foto: Fam. Amthor

 

Statistik 2017

Das Jahr 2017 ist nun vorbei und „zwischen den Jahren“ fand sich Zeit für ein bisschen Statistik:
Unser Verein hat aktuell wie schon seit Jahren 75 Mitglieder.
In 2017 gab es 16 kulturelle und 14 geistliche Veranstaltungen, deren Gesamtbesucherzahlen etwas unter den Zahlen der Vorjahre lagen. Im Pilgerquartier haben im Laufe des Jahres 264 Pilger übernachtet. Auch das sind nicht ganz so viele wie im Jahr zuvor.
Mit dem gestiegenen kulturellen Angebot im Leipziger Umland in den letzten Jahren steigen deshalb auch unsere Ansprüche und dies wird uns weiter Ansporn sein, unser kleines aber feines Kultur-Kirchlein auch 2018 wieder mit bezaubernden Konzerten, interessanten Lesungen und wunderbaren geistlichen Momenten zu erfüllen und uns über jeden Pilger zu freuen!

Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag am 31. Oktober 2017 in der Rittergutskirche

Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums lud der Kultur- und Pilgerverein am 31. Oktober zu einem Ökumenischen Gottesdienst in die Rittergutskirche nach Kleinliebenau ein. Das Besondere daran: Der evangelische Pfarrer Michael Markert und der katholische Geistliche Eberhard Thieme gestalteten diesen Gottesdienst gemeinsam in Form von Wechselgesprächen und einer Predigt. Ausgangspunkt der Gespräche war die Aussage von Pfarrer Thieme, dass wir das Reformationsfest als „Christusfest“ – 500 Jahre nach Luthers Thesenanschlag – in Gemeinschaft von evangelischen und katholischen Christen begehen können, was bedeute, die Botschaft Jesu in den Blick zu nehmen und daraus neue und verbindende Wege zu finden. Schon jetzt verbinden beide Kirchen der christliche Glaube, das Lesen der Bibel und das Band der Taufe.

Die beiden Pfarrer bekräftigten ihre Einigkeit darüber, diese gemeinsamen Inhalte zu verstärken und ökumenisch zu fördern. Erklärtermaßen sei die Rittergutskirche Kleinliebenau dafür ein besonderer und guter Ort.

Musikalisch wurde der Gottesdienst durch den Pilgerchor Kleinliebenau unter Leitung von Anette Ludwig und Thomas Pfeifer an der Orgel bereichert. Die zahlreichen Besucher verließen an diesem Nachmittag ermutigt und dankbar die Rittergutskirche.

Matthias Caffier

Pfarrer Thieme (kath.) und Pfarrer Markert (ev.) beim Wechselgespräch vor dem Altar der Rittergutskirche

Sachsenbummel nach Kleinliebenau

Im Mai besuchte der Theaterwissenschaftler und Kulturjournalist Dr. Roland Dreßler erstmals eine Veranstaltung in der Rittergutskirche und machte sich dabei mit der Geschichte unseres Vereins und seiner Verdienste vertraut. Nach Hintergrundgesprächen mit Ernestine Adaschkiewitz und Matthias Caffier entstand sein Artikel für das Sachsen-Magazin Sachsenbummel.

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Sachsenbummel am 02/2017, Text: Dr. Roland Dreßler

Demografie-Fachtagung „Kirchen schaffen neuen Raum“

Unser Kulturpilgerprojekt war 2016 als Beitrag zum Wettbewerb der Wüstenrot-Stiftung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Im Frühjahr 2017 lud nun die Evangelische Akademie Bad Boll dazu ein, das Projekt im Rahmen der Demografie-Fachtagung „Kirchen schaffen neuen Raum – Sanierung, Umbau und Umnutzung von kirchlichen Gebäuden“ am 27. September 2017 ausführlich vorzustellen.

Wie können Kirchengemeinden, Bistümer, Landeskirchen und Diözesen angesichts sinkender Mitgliederzahlen künftig mit ihren Kirchen umgehen, wie können durch bauliche Veränderungen und neue Kooperationen von Kirche und Kommune inspirierende Orte für ein gelingendes Zusammenleben der Menschen in der Nachbarschaft entstehen?

Dies wurde im Tagungsprogramm anhand von vier hochinteressanten Beispielen – eines davon unsere Rittergutskirche – veranschaulicht, im Anschluss diskutiert und Empfehlungen gegeben:

  • Beispiel 1: Ein neues Herz für die Johanneskirche Kornwestheim (Nike Fiedler, Freie Architektin, Stuttgart)
  • Beispiel 2: Die Rittergutskirche Kleinliebenau/Sachsen – bürgerschaftliches Engagement und Fundraising schaffen eine Pilger-Herberge und eine neue Begegnungsstätte (Heike Sichting, Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e. V.)
  • Beispiel 3: Q1 – Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales im Westend, Bochum-Stahlhausen (Holger Nollmann, Pfarrer, Bochum)
  • Beispiel 4: Ideenaufruf: „Querdenker gesucht„: Neue Perspektiven für Thüringer Kirchen – eine Kooperation der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKMD) und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen (Elke Bergt, Referatsleiterin Bau, Evangelische Kirche Mitteldeutschland, Erfurt)
  • Kirchen geben Raum. Empfehlungen zur Neunutzung von Kirchengebäuden (Jörg Beste, synergon – Stadtentwicklung Sozialraum Baukultur, Köln)
  • Abschlusspodium: Handlungsempfehlungen zu Sanierung, Umbau und Umnutzung von Kirchengebäuden.

Es hat großen Spaß gemacht, unser Projekt den gut 60 interessierten Tagungsgästen vorzustellen, die Thematik zu diskutieren, und auch Gast der Evangelischen Akademie in Bad Boll zu sein.

Zum Tagungsort: Zwischen altem Baumbestand und den Streuobstwiesen der Voralb liegt am westlichen Ortseingang des Kurortes Bad Boll die Evangelische Akademie mit ihrem Tagungszentrum. 1945 gegründet, ist sie die älteste Evangelische Akademie in Deutschland. Hier gestalten 24 Studienleitende Tagungen zu offenen Fragen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Theologie. Die Akademie bietet ein ganz hervorragendes Ambiente, in dem christliche Werte, Toleranz und Nachhaltigkeit die Arbeit leiten. Die Angebote sind offen für jeden und ermutigen dazu, die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Regenwasser- und Holzpelletnutzung, Solarstrom und Blockheizkraftwerk stehen für Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Die Akademieküche bringt Gastlichkeit und beste Qualität mit umweltbewusstem Wirtschaften in Einklang und wurde 2003 mit dem silbernen Biostar-Preis ausgezeichnet.
Die nähere Umgebung der Akademie wird von bunten Blumenwiesen geprägt, auf denen die Bienen Vorfahrt haben. Sie sorgen dafür, dass die zahlreichen Obstbäume Früchte tragen. Und von Bad Boll aus kann man den „Albtrauf„, die nördliche Kante der Schwäbischen Alb erwandern, Thermalquellen besuchen und vieles mehr …

Vielen Dank an das Team der Evangelischen Akademie, vor allem an Frau Dr. Ehlers und Frau Böld, für die hervorragende Organisation und die Gastfreundschaft!

Heike Sichting

Evangelische Akademie Bad Boll, Villa Vopelius | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Hauptbau | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Tagungs- und Gästehaus Südflügel | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Blumenwiese für die Bienen | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Blick ins Schwabenland | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, vor der Tagung | Foto: Heike Sichting

Danke für die Spenden!

Liebe Freunde des Kultur-und Pilgervereines Kleinliebenau e.V. und liebe Besucher der Benefiz-Kunstauktion am 23.07.2017,

wir bedanken uns auf diesem Wege bei den Kunstfreunden, die bei dieser Veranstaltung einige der angebotenen Kunstwerke ersteigert haben. Dank der freundlichen Unterstützung durch Herrn Dr. Ulbricht vom Leipziger Buch-und Kunstantiquariat erhielt der Verein eine anteilige Spendensumme in Höhe von 255,00 €, welche sowohl für die weitere Arbeit des Vereins als auch die Unterstützung der künftigen Stiftung „Rittergutskirche Kleinliebenau“ Verwendung finden wird.

Vorstand des Kultur-und Pilgervereines Kleinliebenau e.V.

Kleinliebenau, den 29.08.2017

Gedenken an Dr. Ruth Pfau

Zweimal in den letzten Jahren hat unser Verein mit dem Erlös der im Rahmen unserer Krippenspiele zu Heiligabend stattfindenden Sammlung das Hilfsprojekt der römisch-katholischen Ordensschwester Dr. Ruth Pfau in Pakistan unterstützt. 60 Jahre lang kümmerte sich die engagierte Ärztin und Namensgeberin für das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen der Stadt Leipzig um an Lepra erkrankte Menschen.

Nun ist sie im Alter von fast 88 Jahren in Karatschi verstorben.

Darüber möchten wir hiermit informieren sowie auf die am 08. September in Leipzig stattfindende Gedenkveranstaltung aufmerksam machen.

Der „Pilger“-Falke von Kleinliebenau

Bisher waren unsere im Kirchturm wohnenden Turmfalken nicht zu Fuß unterwegs. Doch vor einigen Tagen spazierte ein junger aber nicht ganz flügger Falke durch Nachbars Garten und hüpfte sogar über die Treppe ins Haus. Wahrscheinlich war der Jungvogel entweder zu neugierig – oder er wurde von seinen Geschwistern geschubst. Jedenfalls hatte er den Segelflug vom Kirchturm bis auf die Erde ohne Blessuren überstanden. Doch von der Erde abheben konnte er noch nicht.
Zum Glück für den pilgernden Vogel nahm sich der Nachbar seiner an, setzte ihn in einen Pappkarton und gab ihm auch was zum Fressen. Aber ob alles richtig so war? Der Nachbar informierte uns und wir suchten Rat bei der im Ort ansässigen Tierärztin. Sie  empfahl, den Vogel etwas erhöht z.B. auf einem Schuppendach abzusetzen. Die Falkeneltern würden ihn bestimmt sichten und vielleicht auch versorgen. Vom Flachdach aus waren es auch nur etwa 40 Meter Luftlinie bis zur „Aussichtsplattform“ am Falkenkasten. Nur ein Aufwärtsflug war noch zu anstrengend.
Der kleine „Antennenaugust“ blieb also noch eine Nacht und einen Tag bei der Tierärztin im Zwinger (wegen dem Fuchs) und flatterte vielversprechend hin und her. Sie haben ihn mehrfach gefüttert und er hat auch tüchtig gefressen. Am Abend des 2. Tages haben sie dann die Türen aufgemacht und er ist rausgehüpft, auf das Dach geflogen und konnte noch gesehen werden, wie er in Richtung Kirche davonflatterte. Wir hoffen, er wird nun alleine klar kommen. Erhard Zeinert beobachtete am nächsten Tag, dass es eine Familienzusammenführung gab  und das Jungtier offensichtlich nun von den Eltern gefüttert wurde.

Wir wünschen dem Kleinen allzeit einen Guten Flug!

2017-0721-AZ-03_Ausschau nach Mama und Papa