Man kann es getrost Tradition nennen, wenn am Karfreitag das Ensemble „Capelle Via Regia“ unter der Leitung von Claudia Maria Laule in unserem Kirchlein auftritt. Dann ist sie voll, und auch das gehört dazu: Es gibt viel Applaus am Schluss.
Aber der Reihe nach. Auf dem Programm stand zur Eröffnung A. Vivaldi mit Stabat Mater (RV 621). Das Stück besteht aus neun Sätzen.
In etwa 20 Minuten wird das Thema der „schmerzerfüllten Mutter, die trauernd unter dem Kreuz, an dem ihr Sohn hängt, steht“, musikalisch umgesetzt. Frau Laule singt dazu den lateinischen Text mit großer Ausdruckskraft.
Im Anschluss sprach Pfarrer Axel Meißner die geistlichen Worte zum Karfreitag und griff dabei thematisch das zuvor gehörte Stabat Mater auf.
Nun folgte von G. P. Telemann das Konzert in e-Moll für Blockflöte, Querflöte, Streicher und B. C., bevor es in die Pause ging. Dafür kam Tanja Mertelsmann, die die Blockflöte spielte, dazu. Später übernahm sie die zweite klangvolle Stimme (Sopran).




In der 15-minütigen Pause bot sich den Gästen die Gelegenheit, bei Kaffee und frisch gebackenem Pflaumenkuchen (Danke Barbara und Annegret) miteinander ins Gespräch zu kommen, bevor der zweite Teil des Konzerts begann.
Das dritte und letzte Stück war von A. Scarlatti: Stabat Mater für Sopran, Alt, Streicher und B. C. B. C. heißt übrigens – und das wusste ich auch nicht – Basso continuo, italienisch für „durchgängiger Bass“.
Stabat Mater nun zum zweiten Mal, was auch passt – immerhin haben wir ein Karfreitagskonzert. Auch liefere ich euch gleich die Übersetzung mit, für die, die es nicht wissen (z. B. ich): Wortwörtlich bedeutet „Stabat Mater“ aus dem Lateinischen übersetzt „Es stand die Mutter – (voller Schmerzen)“.
Nach knapp zwei Stunden war das schöne klassische Karfreitagskonzert zu Ende. Ich blickte in zufriedene Gesichter, und auch die Musiker (ich fragte nach) waren mit dem Publikum zufrieden. Zwinker, zwinker.
Danke an alle ungenannten Helfer, ohne euch wäre so eine Veranstaltung nicht möglich.
Text/Fotos: Thomas Hiller





