Unsere Vögel im Glockenturm

In diesem Jahr 2026 haben, ganz ordentlich, die Turmfalken den Falkenkasten und die Schleiereulen den Eulenkasten bezogen.

Mitte Juni bekamen die jungen Falken und Eulen vom Vogelberinger Gunter Ehlers (Verein Sächsischer Ornithologen e.V.) Ringe. Die Turmfalken haben fünf Junge großgezogen, die Mitte Juli anscheinend alle ausgeflogen sind. Die Eulen haben auch fünf Junge. Da Eulen immer gleich nach Ablage jedes Eies mit dem Brüten beginnen, schlüpfen auch die Jungen nicht gleichzeitig und wachsen dann „wie die Orgelpfeifen“ heran – wenn das erste fast flügge ist, haben die jüngsten noch überall Daunenmuzeln.

Am 12. Juli entdeckte unser Herbergsvater Thomas zwei Jungeulen hinter unseren Abfalltonnen und informierte uns. Wir sahen uns die Sache an: Die beiden Muzelbrüder waren offenbar abgesprungen, ohne schon richtig fliegen zu können. Nun hockten sie an der Hausfassade und rührten sich nicht. Unser Beringer meinte, sie am Besten wieder hoch in den Turm zu bringen, so dass sie eine zweite Chance bekommen. Das taten wir. Oben war noch ein Nestgeschwister; die beiden anderen waren spurlos verschwunden – vielleicht konnten sie schon richtig fliegen?

Außer den Falken und Schleiereulen hat Kleinliebenau noch Weißstörche zu bieten: auf dem alten Schornstein der einstigen Gärtnerei haben sie in diesem Jahr zwei Junge, die inzwischen fast flügge sind.

Text: Heike Sichting, Fotos: Alf Sichting

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