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Gevatterbrief aus Kleinliebenau

Es gibt auch interessante Dinge zu berichten, abseits von Corona und Hygienevorschriften:

Kürzlich bekam ich einen Anruf von Frau Knoth, der ehemaligen Gasthausbesitzerin von Kleinliebenau. Sie bekam im letzten Jahr einen alten Brief von 1898 zugesandt, der beim Abriss eines Hauses in Kleinliebenau gefunden wurde. Der Brief ist von einem Herrn Knoth (ein entfernter Verwandter der Frau K.) an Herrn Erfurth (Bauer im Dorf Kleinliebenau) gerichtet, und er bittet ihn, Gevatter (Pate) seines jüngstgeborenen Söhnchens zu werden.

Ein so genannter „Gevatterbrief“ oder Patenbittbrief: solche Briefe wurden früher von Kantor oder Schulmeister verfasst, hatten also regional nahezu gleichen Inhalt. Frau Knoth wollte den Brief nicht wegwerfen und hat ihn mir geschickt, zur Bewahrung Kleinliebenauer Geschichte. So halte ich es für eine gute Idee, ihn hier auf der Webseite zu zeigen und zu bewahren – vielleicht meldet sich ja sogar ein Nachfahre vom Gevatter oder Täufling.

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Herr Jörg Kiesewetter zu Besuch in der Rittergutskirche Kleinliebenau

Am 07.07.2020 besuchte Herr Jörg Kiesewetter, Landtagsabgeordneter der CDU im Sächsischen Landtag, die Rittergutskirche Kleinliebenau.

Die Vorstände des Kultur- und Pilgervereins und der Stiftung Rittergutskirche Kleinliebenau begrüßten Herrn Kiesewetter und seine Büroleiterin. Im Anschluss fand ein intensiver Informationsaustausch statt, der das Gebäude der Rittergutskirche sowie die Tätigkeit des Kultur- und Pilgervereins und der Stiftung thematisierte. Die anwesenden Vereinsmitglieder berichteten vom Beginn der Vereinsgründung, der Sanierung der Rittergutskirche und der Gründung der Stiftung.

Herr Kiesewetter ließ es sich nicht nehmen und spielte die Orgel gekonnt. Er zeigte sich im weiteren Gespräch von der schon 15 Jahre währenden ehrenamtlichen Tätigkeit der engagierten Mitglieder beeindruckt.

Vielen Dank für Ihren Besuch und kommen Sie gerne mit weiteren Gästen in unser Kleinod nach Kleinliebenau!

Besuch von Herrn Kiesewetter in Kleinliebenau (Juli 2020) | Foto: S. Adaschkiewitz

Danke für die Blumen

Unser Besucher zum Himmelsfahrts-Gottesdienst hatte recht: Die Frühlingsbepflanzung in den Blumenkübeln am Eingang zum Kirchgelände sah wirklich nicht mehr schön aus.

Herr Thomas Gordelt hatte als Fachmann den richtigen Blick dafür. Er bot uns eine Blumenspende an, für Selbstabholer in seiner Gärtnerei in Lützschena. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen.
Nun begrüßen diese leuchtenden Blumen alle Spaziergänger und Gäste — einfach herrlich !!!

Nochmals herzlichen Dank an Sie, lieber Herr Gordelt,
vom Kultur-und Pilgerverein Kleinliebenau.

Blumenspende Gärtnerei Gordelt | Foto: Heike Sichting

Noch einmal: Straßensperrung B 186 in Schkeuditz

Ab dem 24.02.2020 wird in Schkeuditz für voraussichtlich 10 Wochen noch einmal die B 186 zwischen Topfmarkt und südlichem Ortseingang wegen der dort noch notwendigen Straßenbauarbeiten vollständig gesperrt sein. Details werden auf der Schkeuditzer Stadtseite verraten (www.schkeuditz.de). Das erschwert die motorisierte Anreise aus dem (Leipziger) Norden nach Kleinliebenau.

Die offizielle Umleitung führt über die Autobahn-Auffahrt Großkugel auf die A9 nach Süden  …

… bis zur nächsten Ausfahrt Leipzig West / Merseburg (Günthersdorf/ nova eventis) und weiter über die B 181 (Dölzig), wo man dann wieder auf die B 186 trifft und von Süden her nach Kleinliebenau kommt.

… alternativ fährt man aus Leipzig kommend direkt über die B 181 nach Rückmarsdorf/ Dölzig und weiter auf die B186.

Die Anreise mit dem Rad von Leipzig über den Elsterradweg (Neue Luppe) ist unproblematisch – und ist bei schönem Wetter sowieso idyllischer. Per Rad von Schkeuditz kommend (S-Bahn, Straßenbahn) funktioniert sehr gut – man muss nur den Mühlberg (parallel zur Mühlstraße) herunterrollen …

Wir hoffen, das hält niemanden vom Kommen ab und freuen uns wie immer auf zahlreiche Gäste! Viele Grüße aus Kleinliebenau!

Arbeitseinsätze mit 34 Händen

Lange haben wir die anstehenden Arbeiten zur Umgestaltung des Geländes um die Rittergutskirche vor uns hergeschoben.

Nachdem die Studenten vom Gut Wehlitz im Juni 2019 den umlaufenden Holzsteg verändert hatten, musste nunmehr das Gelände dieser Veränderung angepasst werden. Auch war es wieder Zeit, gegen das nicht erwünschte „Unkraut“ zwischen der Pflasterung und unter den Sträuchern vorzugehen und die Sträucher etwas zu beschneiden.

Ja, 34 Hände – das klingt gut, es waren aber an den beiden festgesetzten Terminen nur siebzehn Vereinsmitglieder, die sich sehr, sehr fleißig den anstehenden Arbeiten widmeten. Einige Mitglieder waren sogar an beide Male, am 03. und am 10. August, mit von der Partie.

Dafür ein besonderes Dankeschön!

So haben wir das Kopfsteinpflaster richtig schön hergerichtet (nämlich das Moos in den Fugen beseitigt), die Fahrradständer von den „grünen Ummantelungen“ befreit, Rasen gemäht (mit dem neuen exquisiten Akku-Mäher) und mit dem von Erhard beschafften Mutterboden die vorhandenen Geländevertiefungen ausgeglichen. Endlich haben auch die von Ralf gesponserten Rosen eine würdige Umrahmung erhalten, damit sie nicht in der Umgebung untergehen.

Diese Arbeiten waren unser Ziel – – – Ziel erreicht.

Wir danken uns für die gemeinsame Arbeit.

Kleinliebenau 12.08.2019
Der Vereinsvorstand

Ralf K im Einsatz (August 2019) | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

Thomas W im Einsatz (August 2019) | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

Axel M und Thomas W (August 2019) | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

6 Hände im Einsatz (August 2019) | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

Ab Ende Mai: Sperrung Mühlstraße in Schkeuditz

Ab dem 27.05.2019 bis voraussichtlich zum Jahresende wird in Schkeuditz ein Teil der B 186 – die Mühlstraße – wegen Straßenbauarbeiten wieder vollständig gesperrt sein, weil die Decke grundhaft erneuert wird. Details werden auf der Schkeuditzer Stadtseite verraten (www.schkeuditz.de). Das erschwert die motorisierte Anreise aus dem (Leipziger) Norden nach Kleinliebenau.
Die offizielle Umleitung führt über die Autobahn-Auffahrt Großkugel auf die A9 nach Süden  …

Straßensperrung B 186
Gesperrte Mühlstraße vom Ortseingang her, Ende März 2016 | Foto: Heike Sichting

… bis zur nächsten Ausfahrt Leipzig West / Merseburg (Günthersdorf/ nova eventis) und weiter über die B 181 (Dölzig), wo man dann wieder auf die B 186 trifft und von Süden her nach Kleinliebenau kommt. 

… alternativ fährt man aus der Stadt kommend direkt über die B 181 nach Rückmarsdorf/ Dölzig und weiter auf die B186.

Die Anreise mit dem Rad von Leipzig über den Elsterradweg (Neue Luppe) ist unproblematisch – und ist bei schönem Wetter sowieso idyllischer. Per Rad von Schkeuditz kommend (S-Bahn, Straßenbahn) funktioniert sehr gut – man muss nur den Mühlberg (parallel zur Mühlstraße) herunterrollen …

Wir hoffen, das hält niemanden vom Kommen ab und freuen uns wie immer auf zahlreiche Gäste! Viele Grüße aus Kleinliebenau!

 

Geburtstagsstimmung in Kleinliebenau

Gleich zwei Jubiläen galt es am zweiten Juni-Sonntag zu feiern: Unser Pilgerquartier wurde vor 10 Jahren eingeweiht und die Stiftung Rittergutskirche ist vor einem Jahr anerkannt worden. Grund genug für die Kulturpilger, dies mit einer Feierstunde zu würdigen, und ein Anlass, alle herzlich Willkommen zu heißen und sich für die erfahrene Unterstützung in den letzten Jahren in sämtlicher Weise zu bedanken.

Besonderer Dank gilt Rayk Bergner, dem Oberbürgermeister der Stadt Schkeuditz, der es sich nicht nehmen ließ, Stiftung und Verein alles Gute für eine „600jährige Zukunft“ zu wünschen. Mit dem Landrat i.R. Michael Czupalla konnten wir einen weiteren prominenten Gast begrüßen, der als unser Schirmherr den Verein von Anbeginn wirksam unterstützte und dem deshalb der Titel „Botschafter der Rittergutskirche Kleinliebenau“ verliehen wurde.

Junge Musikanten vom „Quartett musica viva“ der Musikschule Leipzig umrahmten das Programm mit klassischer Musik von Charpentier, Bach, Händel und Chopin. Henrik Mroska, Jürgen Vetter und Ernestine Adaschkiewitz stellten die Stiftung und ihren Zusammenhang zum Kultur- und Pilgerverein anschaulich dar.

 

 

 

 

 

 

Neben Wort und Musik wurden Kaffee und Kuchen kredenzt. Über die gelungene Feier berichtete auch die Leipziger Volkszeitung. In diesem Sinne möchten wir auch hier Danke sagen! Danke für 1 Jahr Stiftung, 10 Jahre Pilgerquartier und 14 Jahre Kulturpilger.

LVZ 18.06.2019 Seite 18

Unsere #Stiftung feierte ihren ersten #Geburtstag am vergangenen Wochenende. Für uns ein Anlass, alle herzlich…

Gepostet von Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. am Mittwoch, 19. Juni 2019

Ein Stein für den Pilgerweg

Kürzlich bekam unser Verein einen „Pilgerstein“ geschenkt, von Familie Grätsch aus Lützschena. Sie hatten den Stein bei einer Wanderung an der Unstrut in der Nähe von Freyburg gefunden. Frank Grätsch hatte Lust auf Gestaltung, er sprach dazu: „Da ich mich schon immer einmal als ‚Steinmetz‘ probieren wollte und die Erzählungen unseres Sohnes Julius über die Pilgerwanderung auf dem Camino del Norte mich inspiriert haben, wählte ich die Jacobswegmuschel als Motiv für mein erstes Werk. Der Standort des Steines sollte in der Nähe unseres Wohnortes sein, und so war die Kirche in Kleinliebenau für uns naheliegend die beste Adresse.“ So bot er an, den Stein am Rittergutskirchlein zu platzieren, und freut sich, dass das geklappt hat. Zusammen haben wir den Ort am Schaukasten ausgewählt.

Nun wartet der Stein darauf, dass ein paar Blümchen sich zu ihm gesellen …

Vielen Dank und Buen Camino, Cornelia und Frank Grätsch aus Lützschena!

Cornelia und Frank Grätsch aus Lützschena mit dem "Pilgerstein", April 2019 | Foto: F. Grätsch/H. Sichting
Cornelia und Frank Grätsch aus Lützschena mit dem „Pilgerstein“, April 2019 | Foto: F. Grätsch/H. Sichting

Vereinsversammlung 2019

Am 8. März 2019 fand in der Gaststätte „Seeblick“ in Kleinliebenau die Jahresversammlung unseres Vereins statt, bei der Rückschau auf das Vergangene gehalten wurde.

Die Bilanzierung der Vereinsarbeit, die in Form von Teilberichten zu den einzelnen Aufgabenbereichen erfolgte, zeigte das vielfältige Engagement des Vereins deutlich. So besuchten im vergangenen Jahr weit über 900 Besucher unsere Veranstaltungen.

Das abwechslungsreiche Kulturprogramm 2018 bot klassische Konzerte mit unsrer Capella Via Regia, mehrere Orgelkonzerte – so des Röthaer Kantors und Organisten Jihoon Song sowie des Hallenser Organisten Christopher Wisniewski, Gesänge aus der orthodoxen Liturgie und weltliche Chorliteratur mit dem Ensemble Slavica aus Dresden, Klezmer und jiddische Lieder, präsentiert vom Trio Rozhinkes, ein weiteres Konzert von Christian Haase – einer der besten deutschen Songpoeten, Worldmusic des in Leipzig lebenden kongolesischen Konzert-Musikers Dolus Mutombo sowie das nun schon traditionelle Konzert von und mit Tino Standhaft – diesmal im Duo mit dem Gitarristen Norman Daßler neben Coverversionen von Neil Young, Eric Clapton und den Rolling Stones verstärkt wieder seine eigene Musik präsentierend. Darüber hinaus fanden auch Buchlesungen und Reiseberichte ihren Platz in unserem Veranstaltungsprogramm.

Mit Stolz schauen wir auf unseren nunmehr über 5 Jahre bestehenden von Anette Ludwig geleiteten Pilgerchor. Aus zunächst zehn Sangesfreudigen sind inzwischen 24 Sängerinnen und Sänger geworden, die mit einem Repertoire von derzeit über 100 Liedern nicht nur zu verschiedenen Veranstaltungen in unserer Kirche auftreten, sondern in der gesamten Region nachgefragt sind.

Die Gottesdienste und Andachten in 2018 umfassten die Andacht am Ostermorgen mit Pfarrer Dr. Meißner, das Osterkonzert von zwei Violinisten unserer Capella Via Regia, die musikalische Andacht zu Karfreitag und das Adventskonzert mit der Capella, den Posaunengottesdienst zu Himmelfahrt, das Kirchweihfest mit anschließender Feier zum Jahrestags unseres Pilgerchors, das Erntedankfest mit einem von unseren Kleinliebenauerinnen liebevoll geschmückten Altar, den Ökumenische Gottesdienst zum Reformationstag sowie die Feierlichkeiten zu Weihnachten als geistliche Höhepunkte. Das neu einstudierte Stück von Henrik Mroska zum traditionellen Krippenspiel mit Freunden und Mitgliedern des Vereins bescherte einen neuen Besucherrekord von über 150 Besuchern. Die Pilgerandachten im Sommer als Zeit für Besinnung mit Wort und Musik, aber auch Taufen, Trauungen und eine Trauerfeier in der Rittergutskirche verdeutlichen das rege geistliche Leben in Kirche und Verein.

Unsere Rittergutskirche ist eine gern genutzte Pilgerherberge auf dem Ökumenischen Pilgerweg, der 450 Kilometer durch Mitteldeutschland führt. Im letzten Jahr waren es wieder deutlich über 250 Pilger, die ihr müdes Haupt in unserem Quartier oder in der Kirche betteten.

Ein Blick auf die finanziellen Umsätze des Vereins 2018 verdeutlicht, dass es insbesondere auch durch ein großzügiges Spendenaufkommen gelang, das Finanzjahr mit einem Plus von knapp 200 Euro abzuschließen.

Seit nunmehr einem Jahr können wir mit Stolz auf die von uns gegründete Stiftung Rittergutskirche Kleinliebenau blicken, die die Erhaltung unserer Kirche auf Dauer sichert.
Vereinsvorstand
Auf unserer Vereinsversammlung wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Der bisherige Vorstand stellte sich geschlossen zur Wiederwahl: Henrik Mroska, Ernestine Adaschkiewitz sowie Ralf Kuhnke bekamen von allen Anwesenden das Vertrauen ausgesprochen. In seinem Schlusswort verwies der alte und auch neue Vereinsvorsitzende Henrik Mroska auf ein ambitioniertes Veranstaltungsprogramm für 2019, auf geplante Bauaktivitäten, wie das Verputzen des Turmsockels nach den im vergangenen Jahr durchgeführten umfangreichen Maßnahmen zur Trockenlegung der Turmwände sowie auf geplante Höhepunkte im gemeinsamen Vereinsleben.

Der alte und neue Vorstand – Henrik Mroska (Vorsitzender), Ernestine Adaschkiewitz (Schatzmeisterin), Ralf Kuhnke (Stellvertretender Vorsitzender) – möchte sich an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mit den uns möglichen Kräften werden wir alles tun, die erfolgreiche Entwicklung unseres Vereins fortzuführen.

Frühjahrsputz zum Saisonauftakt

Am 16. März ab 10 Uhr wollen wir den Winter in der Rittergutskirche vertreiben und dem Frühling Platz machen. In Vorbereitung auf die Kultursaison, die zum Frühlingsanfang am 24. März mit einer Lesung anläßlich der Buchmesse beginnt, wird der Winterstaub beseitigt und die Rittergutskirche und ihr Umfeld frühlingsfein gemacht.

Helfer sind uns dabei immer herzlich willkommen!

Hier steht alles Wichtige zum Treff.