Alle Beiträge von Heike Sichting

Sommerpause in Kleinliebenau zu Ende

Am Samstag, den 23. August beendete anders UNTERWEGS die Sommerpause 2014. Uwe Dambold erzählte Geschichten aus zwölf Jahren Seefahrt über sieben Meere. Gleich am folgenden Sonntag gab es ein beeindruckendes Konzert des Gitarristen Ofer Golany aus Jerusalem mit Laura, der jungen Sängerin mit phantastischer Stimme aus Belzig gar nicht so weit von hier.

Hier zwei lesenswerte Rezensionen:
http://de.qantara.de/inhalt/der-israelische-liedermacher-ofer-golany-gewehre-zu-gitarren
http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Eine-musikalische-Friedensbotschaft-id30945097.html

Sommerloch wird in Horburg gefüllt

Unsere Nachbarn vom Freundeskreis Horburger Madonna füllen das „Sommerloch“ mit einem Programm vor allem für Kinder und Familien, damit in den Ferien keine Langeweile aufkommt:
– Am 22. Juli 2014 (Dienstag!) von 10 Uhr bis 11.30 Uhr findet in der Marienkirche zu Horburg ein sommerliches Orgelspektakel für Kinder statt. Der Organist Lukas Storch aus Halle nimmt die Kinder mit auf eine Expedition zur Königin der Instrumente. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.
– Am Sonnabend, dem 30. August 2014 wird von 18 bis 22 Uhr eine Lesenacht für Kinder sein. Daran wird sich der „Kirchenschlaf“ für Kinder mit der Superintendentin Christiane Kellner anschließen.
Von Kleinliebenau nach Horburg fährt man mit dem Rad nur etwa 10 Minuten.

Red Roots Music, Gedanken im Nachgang

Das Konzert der beiden Ur-Indianer Mitch Walking Elk und Wade Fernandez am letzten Sonntag war in mehrfacher Weise berührend. Nicht nur die sehr schöne Musik – kämpferisch und mit einer besseren Stimme als Bob Dylan die Protestsongs von Mitch und poetisch tiefgründig mit Flöte und E-Gitarre die von Wade – auch die Erzählungen drum herum haben Erinnerungen an Zeiten wachgerufen, als wir als Kinder Indianer spielten, Liselotte Welskopf-Henrich lasen und Angela Davis freikämpften.

Sie haben uns mit ihren Songs und Instrumentals ins Bewusstsein gerufen, dass die Rechte der amerikanischen Ureinwohner auch heute noch keine Selbstverständlichkeiten, sondern hart gekämpftes Gut sind, und dass zumindest einige der Reservationen in den Vereinigten Staaten ganz am Rand ihrer Existenz leben müssen.

Beide Musiker sind im Übrigen sehr, sehr sympathische, humorvolle und herzliche Menschen. Und Wade sah ein bisschen aus wie Henrik
… siehe auch die LVZ-Rezension in unserer Rubrik „Kulturreport“ …

Im Nachgang des Konzerts war ich einige Stunden lang im weltweiten Netz „anders unterwegs“ und habe nachgelesen, über Pine Ridge, Little Big Horn, die Stichworte Lakota, Sioux, Oglala, Cherokee, die Indianerkriege, die Indianerpolitik der Vereinigten Staaten usw. usf. Aus den „normalen“ Medien erfährt man dazu wenig, Google Earth weist noch nicht einmal die Flächen der Reservationen aus. Einer der führenden Köpfe der Indianerbewegung AIM, Leonard Peltier, sitzt seit 1976 (!) unschuldig in Haft (siehe hierzu www.leonardpeltier.de, www.leonardpeltier.info). Für seine Freilassung werden bis heute Unterschriften gesammelt.

Mit den Reservationen sind den Ureinwohnern Bruchteile ihres einstigen Landes verblieben. Fast ausnahmslos ist es sehr unwirtliches Land, das kaum die Bewohner und ihre Pferde ernähren kann; Bodenschätze: Fehlanzeige. Das Klima ist extrem kontinental, das bedeutet sehr strenge lange Winter mit häufigen Schneestürmen und Temperaturen oft kaum über -20°C und heiße Sommer, mit Dürren und Unwettern an der Tagesordnung. Es fehlt an Heiz- und Isoliermaterial, Lebensmitteln und simplem Baumaterial für die Erhaltung oder den Neubau von einfachen Häusern. Ähnliches Klima herrscht ja auch in Zentralasien (Mongolei, Tibet, Takla Makan) … aber dort können die Menschen damit überwiegend anders umgehen, weil es  i h r  Land ist, ihre Familienverbindungen noch weitgehend intakt sind, die Arbeitslosigkeit wahrscheinlich keine 80 bis 85% erreicht. Heranwachsende zieht es meist in die Städte, wo sie dann zu oft dem Alkohol, Drogen und anderen Mißlichkeiten anheimfallen. Ich möchte hierzu auf die Homepage von Andrea Cox verweisen, auf der u.a. auf die dringende notwendige Winterhilfe für die Bewohner der Pine Ridge Reservation verwiesen wird: www.andreac.de

Wer sich dafür interessiert, hier ist eine kleine Linksammlung zum Thema „moderne“ Indianer:
http://nativeradio.com/listen-to-native-radio/stream-6-contemporary-native-american-music (moderne indianische Musik)
http://www.friendsofpineridgereservation.org (Pine Ridge Reservat)
http://www.artnatam.com/tribes.html (Liste der Indianerstämme)
https://www.google.de/maps/@43.5398127,-103.1393138,305958m/data=!3m1!1e3 (Google Maps und das Gebiet Pine Ridge, man kann gut sehen, wie erodiert das Land dort ist)

Und hier ein paar Musik-Links für alle, die das Konzert verpassen mussten:





Ökumenisches Sternpilgern

… zur Eröffnung des Landeskirchentages Sachsen in Leipzig am 27. Juni 2014!

Wege und Treffpunkte:

1. Machern (Ökumenischer Pilgerweg Via regia)
Start 12:00 Uhr Ev. Kirche (12 km)

2. Plaußig (Via imperii / Lutherweg Sachsen)
Start 13:00 Uhr, Ev. Dorfkirche St. Martin (11 km)

3. Großstädteln (Via imperii / Lutherweg von Süden)
Start 12:30 Uhr, Ev. Kirche (12,5 km)

4. Kleinliebenau (Ökumenischer Pilgerweg Via regia von Westen)
Start 12:00 Rittergutskirche Kleinliebenau (15,6 km)

Abschluss 17:00 an der Erinnerungstafel für die ehemailge Jacobskirche am Elstermühlgraben / Ranstädter Steinweg. Um 18:00 beginnt der Eröffnungsgottesdienst des Landeskirchentages.

Veranstalter: AG Mitteldeutsche Pilgerwege undLutherweg Sachsen
Nähere Informationen: www.oekumenischer-pilgerweg.de, www.pilgern-in-mitteldeutschland.de/leipzig2014

Hinweis zu Kultur in der Horburger Marienkirche

AUF DEM WEG – Lieder für den Lebensweg – mit Leichtigkeit und Leidenschaft

„AUF DEM WEG“ lautet der Titel des Konzertprogramms von Stefanie Schwab aus Würzburg. Mit Leichtigkeit und Leidenschaft besingt die Liedermacherin Licht- und Schattenseiten des Lebens und begleitet sich dabei selbst am Klavier, dem Akkordeon oder der Gitarre. In ihrem musikalisch abwechslungsreichen Repertoire finden sich Einflüsse aus Klassik, Jazz, Blues, Pop und Folk, mit denen sie ihren ganz eigenen Liedermacherstil prägt, der alle Generationen anspricht.

Mit Sanftmut, Humor und Leidenschaft erzählt die Musikerin, was sie auf ihrem persönlichen 50-jährigen Lebensweg erlebt und erfahren hat. Sie interpretiert das Leben im Licht ihres persönlichen Glaubens und wird so von einer Liedermacherin zur Mutmacherin. 2013 war die Musikerin selbst auf dem Ökumenischen Pilgerweg unterwegs. Auf dem Weg kam ihr die Idee, eine Konzertreise von Eisenach nach Görlitz anzubieten. Dazu sind die Gemeinden vor Ort und natürlich ganz besonders alle Pilger herzlich eingeladen.

Das Konzert „AUF DEM WEG“ findet am Samstag, dem 21. Juni 2014 in der Marienkirche von Horburg-Maßlau statt und beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt zum Konzert ist frei, eine Spende ist willkommen.

Weitere Informationen unter www.stefanieschwab.de.

Blick über die Landesgrenze: Die Horburger Madonna lädt ein

Der Freundeskreis der Horburger Madonna in unserer Nachbargemeinde jenseits der Landesgrenze möchte eine besondere Atmosphäre in den fast 700 Jahre alten Mauern der Kirche unter den Augen der Horburger Madonna verbreiten und lädt ein zum

Café in der Kirche
am Sonnabend, dem 3. Mai 2014 zwischen 14 und 18 Uhr.

Die Horburger Madonna in der Marienkirche zu Horburg ist ein Werk des Naumburger Meisters und gehört damit zum Bestand herausragender europäischer Bildhauerkunst des Mittelalters. Und doch beginnt es einsam zu werden um diese Skulptur. Sie soll wieder unter die Leute. Mitten hinein in die Dorfgemeinschaft, unter Wanderer, Radler und Pilger.

Jedermann ist deshalb herzlich willkommen! Kommen Sie mit dem Freundeskreis der Horburger Madonna  ins Gespräch bei frisch gebackenen Pilgerwaffeln, Kaffee, Tee, einem Geleitwort, Kirchenführung, Bücherkiste und dem Pilgersegen. Um 18 Uhr wird das Wochenende eingeläutet von Familien mit Hand am Glockenseil.

Kein Arbeitseinsatz am 5. April!

Der für den 5. April geplante Einsatz am Kirchlein wird auf unbestimmt verschoben. Nach 
aktueller Sichtung des Bedarfs zeigt sich, dass wir schon beim ersten Einsatz am 8. März so fleißig waren, dass erstmal nix zu tun bleibt. Wir haben deshalb beschlossen den Einsatz zu verschieben, 
bis der Bedarf augenscheinlicher geworden ist. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an alle, die am Samstag dabei sein wollten. Bitte spart Euren Elan auf!

Ein neuer Termin für den verschobenen Arbeitseinsatz (voraussichtlich Anfang/Mitte Mai) wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bis zum Wiedersehen im/am Kirchlein wünschen wir Dir/Ihnen
einen schönen Frühling und eine gute Zeit

Henrik, Ernestine und Ralf

Internationaler Bauorden in Not – Hilferuf an Helfer!

Der Internationale Bauorden ist eine kleine Organisation, die Anderen hilft – beim Bauen. Auch unser Verein hat die Hilfe des Bauordens gespürt, als im Sommer 2007 der Rohbau des Pilgerquartiers hochzuziehen war, und auch im September 2010 griffen wir auf Helfer vom Bauorden zurück.

Internationaler Bauorden im August 2007 | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

Um solche wertvollen Arbeits-Helfer zu akquirieren und organisieren, bedarf es der „Organisationszentrale“ des Bauordens. Die Bauhilfsprojekte in Mittel- und Osteuropa werden mit Geld für Baumaterialien und Werkzeug unterstützt. Die in deutschen Baucamps ohne Taschengeld arbeitenden jungen Freiwilligen aus Osteuropa erhalten einen Reisekostenzuschuss.

Nicht anders als unser Verein benötigt auch der Bauorden verlässliche Eigenmittel. Dabei ist er künftig mehr denn je auf Spenden und private Sponsoren angewiesen, weil es auch für den Bauorden von Jahr zu Jahr schwieriger wird, ohne Verluste über die Runden zu kommen: Spenden (vor allem Großspenden) gehen zurück, Zuschüsse der öffentlichen Hand werden weniger, und trotz des hohen persönlichen Einsatzes der Hauptamtlichen ist die Zukunft des Bauordens unsicher. Und es gibt im In- und Ausland noch so viele Projekte, die Hilfe verdienen, und es gibt so viele Freiwillige, die einen Teil ihrer Freizeit oder ihres Urlaubs für diese Hilfe opfern würden und tatkräftig zupacken wollen.

Die dem Bauorden zur Verfügung stehenden Mittel reichen dafür allein nicht aus. Ohne zusätzliche Spenden wird der Bauorden und damit dieses wunderbare Konzept der Hilfe auf Dauer nicht überleben können. Die Arbeit der Freiwilligen in den Baucamps vervielfacht jede Spende!

Wir werden als Verein die Kollekte des diesjährigen Weihnachtsgottesdienstes für die Arbeit des Bauordens spenden.

Wenn auch Sie helfen möchten: bitte auf das Spendenkonto der Sparkasse Vorderpfalz BLZ 545 500 10 Kontonummer 191 1711 80.
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Webseite des Internationalen Bauordens: www.bauorden.de

2. Preis im Landeswettbewerb

Wir freuen uns außerordentlich, dass unser Projekt der Sanierung der Rittergutskirche Kleinliebenau für den Anbau des Pilgerquartiers und die Gestaltung der Außenanlagen im Sächsischen Landeswettbewerb „Ländliches Bauen“ 2013 den 2. Preis in der Kategorie „Entwicklung dörflicher Freianlagen…“ bekommen hat.

Wir haben die Jury in mehreren Kategorien beeindruckt: mit der schonend instand gesetzten Kirche, der neuen kulturellen Nutzung, dem gelungenen Anbau des Pilgerquartiers und der Eingliederung in den Ort und das Geflecht des Jakobsweges.

Besondere Anerkennung haben die Freiflächen bekommen, die stellvertretend für alles Andere den Preis eingeworben haben:
„… schlicht und praktisch, aber auch originell und mit einer besonderen Botschaft: Das steinerne Monument der Kirche soll durch eine einladende Geste wieder an das Leben des Dorfes angeschlossen werden. Aus einfachstem Material entstand ein benutzbares Kunst-Werk. Es grenzt den Kultur-und  Pilgerort nicht mit einer Mauer ab, sondern umgibt ihn mit einem leichten hölzernen Rahmen. Er definiert einen Vorraum, dient als Sitzbank und führt als Steg um die Kirche. Auch das Pflanzkonzept zielt mit seinem Bezug zu den Jahreszeiten eher auf das Lebendige als auf das Dekorative. All das markiert den Ort als einen besonderen, ohne sich wichtig zu nehmen. Insgesamt überzeugt das Projekt von der Trägerschaft bis zum Detail. Es könnte Vorbild für andere dörfliche Initiativen sein.“ (Auszug aus der Broschüre zum Landeswettbewerb Ländliches Bauen 2013)

Begehung der Jury für den den Landeswettbewerb „Ländliches Bauen“ (August 2013) | Foto: Heike SichtingVerleihung des 2. Platzes des Landeswettbewerb „Ländliches Bauen“ (November 2013) | Foto: Heike SichtingVerleihung des 2. Platzes des Landeswettbewerb „Ländliches Bauen“ (November 2013) | Foto: Heike Sichting

Das alles wäre ohne das legendäre Kaffeetrinken von Gudrun Matschenz mit Barbara Steiner 2008 und der Folgeidee der „Neuen Auftraggeber“ wahrscheinlich nicht so weit gediehen. Großen Dank in diesem Zusammenhang auch an Ursula Quester als die Architektin des Pilger-Anbaus, an die Gestalter des „Lustganges“ Veronique Faucheur und Marc Pouzol vom Altelier Le Balto in Berlin und die Schöpfer unseres „Maxi-Werkzeug-Aufbewahrungs-Schrankes“ Holger Lindmüller und Gregoire Touré! Nicht vergessen werden soll in dieser Aufzählung das Planungsbüro Fiedler (posthum).