Archiv der Kategorie: Vereinsleben

Glauben, lieben, hoffen – ein Jahresrückblick mit Ermutigungen

Liebes Mitglied, liebe Freunde des Kultur- und Pilgervereins,

ein schwieriges Jahr neigt sich dem Ende zu, ein Jahr, dass so ganz anders verlief, als wir uns das vorgestellt hatten. Statt eines aktiven reichen Vereinslebens, menschlichen Begegnungen, der schon im Vorjahr vorbereiteten und mit unserem Veranstaltungsflyer angekündigten kulturellen und kirchlichen Veranstaltungen übernahm ein gefährliches Virus die Regie. Es zwang uns, Abstand voneinander zu halten. Trotzdem gelang es uns, wenn auch in kleinerem Kreis, im März noch unsere Jahres-Mitgliederversammlung durchzuführen.

Dann kam der erste Lockdown und ihm fielen die Veranstaltungen rund um Ostern sowie auch die für den Mai geplante kulturellen Highlights zum Opfer. Ein eigenes Hygienekonzept musste her, das festlegte, wie trotz Pandemie ein bisschen „Normalität“ bei unseren geplanten kulturellen Veranstaltungen möglich sein könne. Zu Christi Himmelfahrt konnten wir dann erstmals in diesem Jahr die Tür der Rittergutskirche öffnen und zu einem Gottesdienst einladen. Entsprechend unseres Hygienekonzept und der geltenden Vorschriften wurden in mühevoller Kleinarbeit 25 Sitzplätze markiert, die anderen gesperrt, mehr Gäste gaben die Abstandsregeln nicht her. In Erwartung weniger, die in diesen Zeiten den Weg in unsere Kirchlein auf sich nehmen würden, harrten wir der Dinge.

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Heiligabend mit offener Kirche und persönlicher Andacht

Leider mussten unsere hochfliegenden Pläne von einem mobilen Krippenspiel auf der Gutshofstraße in Kleinliebenau und auch der Weihnachtsgottesdienst mit Superintendent i.R. Friedrich Magirius auf Grund der Entwicklung der Corona-Pandemie abgesagt werden. Und so fand die Weihnachtsandacht sehr persönlich statt.

Eine Installation an und in der Kirche war eine Einladung zur persönlichen Ermutigung. Auf großen Transparenten standen die Verben „glauben“, „lieben“, „hoffen“, diese zur Erleuchtung mit origineller Beleuchtung versehen. Und es gab eine Installation für die himmlischen Heerscharen, die Weisen bzw. heiligen drei Könige und für die drei Hirten, überspannt durch ein großes Transparent mit der Weihnachtsbotschaft: „Fürchtet euch nicht“. Neben meditativen und auch aufrüttelnden Orgelklängen ertönten aus dem Fenster der Pilgerherberge englische, irische und deutsche Gesänge. Eine wunderbare Szenerie zur meditativen Einkehr und alles in allem wirklich eine Ermutigung und Ermunterung!

Allen Akteuren ( Renate Conrad und Frank Werner, Clara und Lehne Becker, Kantor Thomas Pfeiffer) unseren herzlichen Dank!

Da bin ich! – Taufe in der Rittergutskirche Kleinliebenau

Hallo, liebe Klein-Hermine!!

Wir freuen uns sehr, dass Deine Eltern den Weg zu uns in die Rittergutskirche Kleinliebenau gefunden haben.

Kaum geboren, schon wurde ein Schutzschirm über Dich gespannt, der Dich auf allen Deinen Wegen begleiten wird.

Pfarrer Dr. Meißner hat dieses wunderschön vermittelt und wir, als Kultur-und Pilgerverein, wünschen Dir und Deinen Eltern alles Gute und vor allem Gesundheit auf dem weiteren Weg durch Dein aufregendes Leben.

Immer eine Besenstiel-Länge Abstand

Was ist der Unterschied zwischen Corona-Viren und Laub?
Antwort: Im Kampf gegen die Viren sind wir sehr hilflos.
Im Kampf gegen das Laub waren wir sehr erfolgreich und haben das Laub in die Säcke verfrachten.

Sehr kurzfristig lud der Vereinsvorstand zu einem Mini-Arbeitseinsatz an unsere Kirchlein ein. 13 Mitglieder und Freunde des Vereins kamen dieser Einladung nach. In 2 Stunden wurde ca. 1 m³ (festgedrückt) Laub beseitigt und ca. 24 lfd. Meter Dachrinne (in luftiger Höhe) gereinigt.

Zwischendurch wurden auch noch kreative Gedanken zur Durchführung der Christvesper zum 24.12.2020 ausgetauscht.

Es war schön, einige Vereinsmitglieder mal wieder, auch mit Abstand, zu sehen.
Danke an alle Beteiligten!

Die intensive Vereinsarbeit fehlt uns allen sehr- wir halten aber durch!

Himmelfahrt an der Rittergutskirche

Himmelfahrt an der Rittergutskirche | Foto: Siegfried Adaschkiewitz Himmelfahrt konnten wir erstmals in diesem Jahr die Tür der Rittergutskirche öffnen und zu einem Gottesdienst einladen. Dafür hatten mehrere Mitglieder des Vereins die Kirche umsichtig – den zurzeit geltenden Hygienevorschriften entsprechend – vorbereitet. Wegen der Abstandsregelung waren 25 Sitzplätze markiert; mehr Personen hätten nicht Platz nehmen dürfen. Mit mehr hatte auch niemand gerechnet.

Doch dann kam alles ganz anders: Bis zum Beginn des Gottesdienstes versammelten sich an diesem 21. Mai vor der Kirche fast vierzig Besucher. Gemeinsam mit Pfarrer Axel Meißner und der Organistin Sigrid Bruns wurde kurzfristig umdisponiert und der Gottesdienst nach außen verlegt, was ohnehin an Himmelfahrt üblich ist. Ein provisorischer Altar, ein Kruzifix und zwei Musikinstrumente genügten, um bei strahlendem Sonnenschein einen wunderbaren Freiluft-Gottesdienst zu feiern, der von Pfarrer Axel Meißner fast vollständig solistisch in Wort und Ton mit Trompete und Gitarre bestritten wurde. Da die Gemeinde nicht mitsingen durfte, brachte Pfarrer Meißner die Lieder ebenfalls allein – mit Unterstützung von Frau Bruns an der Orgel – zu Gehör. Für soviel Engagement gab es am Schluss Applaus und Blumen für die beiden „Solisten“.

Vereinsintern wurde aufgrund dieser positiven Resonanz beschlossen, den Gottesdienst zu Himmelfahrt in Kleinliebenau zukünftig regelmäßig im Freien zu feiern.

Ostergrüße 2020

Liebe Kulturpilger,

herzlich willkommen auf der Homepage des Kultur- und Pilgervereins Kleinliebenau e.V! 

Ostern – das Fest des Lebens. Auferstehung. Neuanfang. Renaissance. Dieses Jahr ist vieles anders. Ein Aus-der-Bahn-geworfen-sein. Auch in Kleinliebenau ist das so. Kein Osterritual am Morgen. Keine Kulturveranstaltung am Nachmittag.

Ich werde mit Hang mit dem Fahrrad hinausfahren und freue mich, die Glocke zu läuten. Genau 12 Uhr am Mittag. Wir kommen damit als Verein der Bitte der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Deutschlands nach. Der Klangteppich soll ein trostvolles Zeichen in der Krise unserer Zeit sein. Eine Glocke läutet immer zum Gebet, zur Meditation. Im Anschluss an das Glockengeläut werde ich die leere Kirche dafür nutzen: In unserer Kirche lädt ein Spruch aus den Psalmen dazu ein.

„Herr wohin sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens!“

Und heute schon der Zuspruch:

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“

aus dem Jesaja-Buch des Alten Testaments. Ich werde es wie ein Mantra in mir bewegen. Vielleicht ist es auch für Euch eine trostvolle Meditation. Und wenn der Eine oder die Andere von euch keinen spirituellen Zugang hat … werde ich es für Dich/Euch mitbeten. Vielleicht ist das damit ein guter Trost – für uns alle.

Ihr Lieben! Frohe Ostern! Auf(er)stehen für das Leben heute und jetzt! Bleibt behütet!

Henrik Mroska
für den Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V.

Der Ehre zu viel!

Liebe Mitglieder und Freunde unseres Vereins!

Im Januar erschien unten stehender Artikel in der LVZ. Zur Veröffentlichung auf unsere Homepage möchte ich unbedingt ein paar Worte hinzufügen. Am Anfang des Jahres gab es ein Pressegespräch, wozu der Schkeuditzer Oberbürgermeister Herr Bergner eingeladen hatte. In diesem Forum stellten wir – Gudrun Matschenz und ich – unsere Vereinsvorhaben für das begonnene Jahr vor. Leider ist hiervon nicht viel veröffentlicht worden. Die Redakteurin hat auch die Anwesenheit des Oberbürgermeisters und seiner Mitarbeiter nicht erwähnt. Stattdessen liest man im Zeitraffer die Geschichte der Rittergutskirche ab 2005: und das auf meine und Frau Nosers Person reduziert. Unsere wunderbare Gemeinschaftsleistung findet in dem Artikel keine Würdigung, auch der Verein wird nicht benannt.

So liest der Artikel sich wie ein Nachruf, in welchem der Gewürdigte entgegen der Wirklichkeit zum Helden stilisiert wird. Hiervon distanziere ich mich hiermit ausdrücklich und freue mich, ganz lebendig und mit all meinen Unzulänglichkeiten unter Euch zu weilen.

Euer Henrik

LVZ_20200129
LVZ am 29.01.2020, Text: Linda Polenz, Fotos: Michael Strohmeyer

Aller guten Dinge sind 3

Aushebung an Kirche| Foto: Siegfried Adaschkiewitz Schon mit den ersten Restaurierungsarbeiten an der Rittergutskirche wurde uns bewusst, dass die vorhandene Feuchtigkeit in den Fundamenten uns einige Schwierigkeiten bereiten könnte. Mit der 1. Maßnahme 2009 sollte die vom Erdreich aufsteigende Feuchtigkeit durch Ausschachten unmittelbar neben dem Fundamentaufbringen eines Spezialdichtungsmörtels und Auffüllen dieses Streifens auf ein Minimum reduziert werden. Leider verminderte sich damit der Feuchtigkeitsgehalt in der Wand oberhalb des Fundamentes kaum. Vor allem im Turmbereich sah man die aufsteigende Feuchtigkeit beim Putz sehr deutlich, sowohl innen als auch außen bis auf rund zwei Meter Höhe.

Aushebung an Kirche | Foto: Siegfried AdaschkiewitzMit der 2. Maßnahme 2015 wurde im Turmbereich wieder ausgeschachtet und dieses Volumen mit Blähton aufgefüllt, welches besonders wasserabweisend sein sollte. Der Putz wurde auf etwa 1,80 Meter Höhe innen und außen abgeklopft, damit das Mauerwerk besser austrocknen konnte. Leider blieb auch dies bis heute ohne Erfolg, der maximale Wert an einer aktuellen Messstelle betrug fast das Doppelte eines akzeptablen Wertes.

Nässe von innen | Foto: Siegfried AdaschkiewitzDeshalb haben wir nun 2020 zur 3. Maßnahme gegriffen, der Anwendung des Trockenlegungssystems DRYMAT. Das ist ein elektronisch gesteuertes Verfahren, bei dem mittels eingebrachter Elektroden die Feuchtigkeit, die normalerweise durch die Kapillarwirkung von unten nach oben steigt, durch eine Umpolung umgekehrt wird und das Aufsteigen der Feuchtigkeit aus dem Erdreich verhindern soll. Hoffentlich wissen das alle Kolloide, dass sie jetzt in die andere Richtung marschieren müssen?

Neujahrsgrüße für 2020

Liebe Kulturpilger!

Herzlich willkommen auf unserer Homepage! Wir wünschen Euch und Ihnen ein wunderbares Jahr 2020!

Ich möchte an dieser Stelle allen Engagierten unseres Vereins und der Stiftung für den Einsatz in und um die Rittergutskirche Kleinliebenau herzlich danken! Die Rittergutskirche war auch im nun vergangenen Jahr ein Ort kulturellen und geistlichen Lebens, ein Ort, der ganzjährig offen stand für die Pilger des Jakobsweges. Dass das möglich war, ist vor allem ein Verdienst der Aktivmitglieder unserer Gemeinschaft. Habt alle für Euer sichtbares und verborgenes Handeln hierfür herzlichen Dank! In diesem Jahr erwartet unsere Gäste ein abwechslungsreiches und überraschendes Kulturangebot und die gewohnte Gastfreundschaft.

Ich wünsche Ihnen und uns als Kulturpilger ein im wahrsten Sinne des Wortes wunderbares 2020! Bleiben Sie und bleibt Ihr behütet! Buen camino!

Henrik Mroska
Für den Vorstand des Kultur- und Pilgervereins Kleinliebenau e.V
und der Stiftung Rittergutskirche Kleinliebenau