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Sachsenbummel nach Kleinliebenau

Erlebtes

Im Mai besuchte der Theaterwissenschaftler und Kulturjournalist Dr. Roland Dreßler erstmals eine Veranstaltung in der Rittergutskirche und machte sich dabei mit der Geschichte unseres Vereins und seiner Verdienste vertraut. Nach Hintergrundgesprächen mit Ernestine Adaschkiewitz und Matthias Caffier entstand sein Artikel für das Sachsen-Magazin Sachsenbummel.

Sachsenbummel am 02/2017, Text: Dr. Roland Dreßler

Demografie-Fachtagung „Kirchen schaffen neuen Raum“

Erlebtes

Unser Kulturpilgerprojekt war 2016 als Beitrag zum Wettbewerb der Wüstenrot-Stiftung „Kirchengebäude und ihre Zukunft“ mit einer Anerkennung ausgezeichnet worden. Im Frühjahr 2017 lud nun die Evangelische Akademie Bad Boll dazu ein, das Projekt im Rahmen der Demografie-Fachtagung „Kirchen schaffen neuen Raum – Sanierung, Umbau und Umnutzung von kirchlichen Gebäuden“ am 27. September 2017 ausführlich vorzustellen.

Wie können Kirchengemeinden, Bistümer, Landeskirchen und Diözesen angesichts sinkender Mitgliederzahlen künftig mit ihren Kirchen umgehen, wie können durch bauliche Veränderungen und neue Kooperationen von Kirche und Kommune inspirierende Orte für ein gelingendes Zusammenleben der Menschen in der Nachbarschaft entstehen?

Dies wurde im Tagungsprogramm anhand von vier hochinteressanten Beispielen – eines davon unsere Rittergutskirche – veranschaulicht, im Anschluss diskutiert und Empfehlungen gegeben:

  • Beispiel 1: Ein neues Herz für die Johanneskirche Kornwestheim (Nike Fiedler, Freie Architektin, Stuttgart)
  • Beispiel 2: Die Rittergutskirche Kleinliebenau/Sachsen – bürgerschaftliches Engagement und Fundraising schaffen eine Pilger-Herberge und eine neue Begegnungsstätte (Heike Sichting, Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e. V.)
  • Beispiel 3: Q1 – Eins im Quartier. Haus für Kultur, Religion und Soziales im Westend, Bochum-Stahlhausen (Holger Nollmann, Pfarrer, Bochum)
  • Beispiel 4: Ideenaufruf: „Querdenker gesucht„: Neue Perspektiven für Thüringer Kirchen – eine Kooperation der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKMD) und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen (Elke Bergt, Referatsleiterin Bau, Evangelische Kirche Mitteldeutschland, Erfurt)
  • Kirchen geben Raum. Empfehlungen zur Neunutzung von Kirchengebäuden (Jörg Beste, synergon – Stadtentwicklung Sozialraum Baukultur, Köln)
  • Abschlusspodium: Handlungsempfehlungen zu Sanierung, Umbau und Umnutzung von Kirchengebäuden.

Es hat großen Spaß gemacht, unser Projekt den gut 60 interessierten Tagungsgästen vorzustellen, die Thematik zu diskutieren, und auch Gast der Evangelischen Akademie in Bad Boll zu sein.

Zum Tagungsort: Zwischen altem Baumbestand und den Streuobstwiesen der Voralb liegt am westlichen Ortseingang des Kurortes Bad Boll die Evangelische Akademie mit ihrem Tagungszentrum. 1945 gegründet, ist sie die älteste Evangelische Akademie in Deutschland. Hier gestalten 24 Studienleitende Tagungen zu offenen Fragen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Theologie. Die Akademie bietet ein ganz hervorragendes Ambiente, in dem christliche Werte, Toleranz und Nachhaltigkeit die Arbeit leiten. Die Angebote sind offen für jeden und ermutigen dazu, die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten. Regenwasser- und Holzpelletnutzung, Solarstrom und Blockheizkraftwerk stehen für Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Die Akademieküche bringt Gastlichkeit und beste Qualität mit umweltbewusstem Wirtschaften in Einklang und wurde 2003 mit dem silbernen Biostar-Preis ausgezeichnet.
Die nähere Umgebung der Akademie wird von bunten Blumenwiesen geprägt, auf denen die Bienen Vorfahrt haben. Sie sorgen dafür, dass die zahlreichen Obstbäume Früchte tragen. Und von Bad Boll aus kann man den „Albtrauf„, die nördliche Kante der Schwäbischen Alb erwandern, Thermalquellen besuchen und vieles mehr …

Vielen Dank an das Team der Evangelischen Akademie, vor allem an Frau Dr. Ehlers und Frau Böld, für die hervorragende Organisation und die Gastfreundschaft!

Heike Sichting

Evangelische Akademie Bad Boll, Villa Vopelius | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Hauptbau | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Tagungs- und Gästehaus Südflügel | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Blumenwiese für die Bienen | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, Blick ins Schwabenland | Foto: Heike Sichting
Evangelische Akademie Bad Boll, vor der Tagung | Foto: Heike Sichting

Danke für die Spenden!

Vereinsleben

Liebe Freunde des Kultur-und Pilgervereines Kleinliebenau e.V. und liebe Besucher der Benefiz-Kunstauktion am 23.07.2017,

wir bedanken uns auf diesem Wege bei den Kunstfreunden, die bei dieser Veranstaltung einige der angebotenen Kunstwerke ersteigert haben. Dank der freundlichen Unterstützung durch Herrn Dr. Ulbricht vom Leipziger Buch-und Kunstantiquariat erhielt der Verein eine anteilige Spendensumme in Höhe von 255,00 €, welche sowohl für die weitere Arbeit des Vereins als auch die Unterstützung der künftigen Stiftung „Rittergutskirche Kleinliebenau“ Verwendung finden wird.

Vorstand des Kultur-und Pilgervereines Kleinliebenau e.V.

Kleinliebenau, den 29.08.2017

Gedenken an Dr. Ruth Pfau

Vereinsleben

Zweimal in den letzten Jahren hat unser Verein mit dem Erlös der im Rahmen unserer Krippenspiele zu Heiligabend stattfindenden Sammlung das Hilfsprojekt der römisch-katholischen Ordensschwester Dr. Ruth Pfau in Pakistan unterstützt. 60 Jahre lang kümmerte sich die engagierte Ärztin und Namensgeberin für das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen der Stadt Leipzig um an Lepra erkrankte Menschen.

Nun ist sie im Alter von fast 88 Jahren in Karatschi verstorben.

Darüber möchten wir hiermit informieren sowie auf die am 08. September in Leipzig stattfindende Gedenkveranstaltung aufmerksam machen.

Der „Pilger“-Falke von Kleinliebenau

Erlebtes Ein Kommentar

Bisher waren unsere im Kirchturm wohnenden Turmfalken nicht zu Fuß unterwegs. Doch vor einigen Tagen spazierte ein junger aber nicht ganz flügger Falke durch Nachbars Garten und hüpfte sogar über die Treppe ins Haus. Wahrscheinlich war der Jungvogel entweder zu neugierig – oder er wurde von seinen Geschwistern geschubst. Jedenfalls hatte er den Segelflug vom Kirchturm bis auf die Erde ohne Blessuren überstanden. Doch von der Erde abheben konnte er noch nicht.
Zum Glück für den pilgernden Vogel nahm sich der Nachbar seiner an, setzte ihn in einen Pappkarton und gab ihm auch was zum Fressen. Aber ob alles richtig so war? Der Nachbar informierte uns und wir suchten Rat bei der im Ort ansässigen Tierärztin. Sie  empfahl, den Vogel etwas erhöht z.B. auf einem Schuppendach abzusetzen. Die Falkeneltern würden ihn bestimmt sichten und vielleicht auch versorgen. Vom Flachdach aus waren es auch nur etwa 40 Meter Luftlinie bis zur „Aussichtsplattform“ am Falkenkasten. Nur ein Aufwärtsflug war noch zu anstrengend.
Der kleine „Antennenaugust“ blieb also noch eine Nacht und einen Tag bei der Tierärztin im Zwinger (wegen dem Fuchs) und flatterte vielversprechend hin und her. Sie haben ihn mehrfach gefüttert und er hat auch tüchtig gefressen. Am Abend des 2. Tages haben sie dann die Türen aufgemacht und er ist rausgehüpft, auf das Dach geflogen und konnte noch gesehen werden, wie er in Richtung Kirche davonflatterte. Wir hoffen, er wird nun alleine klar kommen. Erhard Zeinert beobachtete am nächsten Tag, dass es eine Familienzusammenführung gab  und das Jungtier offensichtlich nun von den Eltern gefüttert wurde.

Wir wünschen dem Kleinen allzeit einen Guten Flug!

2017-0721-AZ-03_Ausschau nach Mama und Papa