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Fundstücke aus der Vergangenheit – 2023

Erlebtes, Home Ein Kommentar

Eine kleine, aber feine Veranstaltung aus der Vergangenheit

Es war im Jahr 2023, als Volker von der Gemeinde Merseburg zum Pilgern einlud. Acht pilgerfreudige Menschen folgten seinem Ruf – neugierig, erwartungsvoll und mit dem Wunsch, gemeinsam unterwegs zu sein.
Unser Weg führte uns über den Pilgerabschnitt von Kleinliebenau nach Merseburg. Mit jedem Schritt kamen wir nicht nur unserem Ziel, sondern auch einander ein Stück näher. Es wurde gelacht, erzählt und geschwiegen – so, wie es eben beim Pilgern geschieht.

Zur Erinnerung an diesen besonderen Tag erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer einen provisorischen Pilgerausweis, den ihr hier auf dem Bild sehen könnt. Ein kleines Stück Papier vielleicht, aber für uns ein Symbol unserer gemeinsamen Reise.

Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, schien die Sonne vom Himmel, als wolle sie uns begleiten. Und eines weiß ich noch ganz genau: Wir waren ein duftes Team – voller guter Laune, Offenheit und Freude am Unterwegssein.

Spontaner Besuch – Pilgergruppe aus der Kath. Pfarrei St. Margareta Wadersloh

Ich brauche nicht zu texten, nichts dazu zu dichten, ich schreibe einfach nur ab, was mir die Pilgerinnen und Pilger aus der Katholischen Pfarrei St. Margareta Wadersloh ins Gästebuch geschrieben haben. Los geht’s:

Selten so viel Gastfreundschaft erlebt. Vielen Dank für die tolle Aufnahme – spontan und herzlich!

Es war mir eine Freude, euch alle – wenn auch nur für einen kurzen Moment – hier gehabt zu haben. Wie hatte ich gesagt? Meine temporären Freunde.
Euer Herbergsvater Thomas.

 Theologisches Kabarett Theodorant

Der Inhalt dieses besonderen Kabaretts mit dem Titel „Man impft nur zweimal“ erschloss sich erst bei näherer Betrachtung des Gesamttitels auf dem Plakat. Das machte neugierig.

Theologisches Kabarett Theodorant (Oktober 2021) Theologisches Kabarett Theodorant (Oktober 2021) | Foto: Siegfried Adaschkiewitz

Hier unser Fazit: Die gesamten positiven und negativen Betrachtungen zum Thema „Corona“ wurden komödiantisch aufgearbeitet und von den Künstlern sehr professionell an die Zuschauer vermittelt. Aber leider wollten nur sehr wenige Zuschauer hinter die „Geheimnisse“ der Geister und der Detektive Johnson & Jonson kommen, sodass sich der Weg der Künstler von der Ostseeküste nach Kleinliebenau nicht so  richtig gelohnt hat. Schade! A-Z

Die Gartenstadt Hellerau. Lesung mit Thomas Nitschke

Wer Thomas Nitschke kennt, weiß um seine Leidenschaft für die Gartenstadt Hellerau. Über zwei Stunden vertieften die Besucher der Buchmesse sich in die Reformpädagogik dieses gesellschaftlichen Experimentierortes. Die aufgeschlossene befreiende Pädagogik stellte die Selbstwerdung des Individuums und dessen Verantwortung für die Gesellschaft in den Mittelpunkt ihres Handelns.

Thomas, selbst Lehrer, beleuchtete auch das Scheitern dieses humanistischen Schulversuchs durch rechte politische Bewegungen in Deutschland und insbesondere in Sachsen. Er öffnete den Blick für aktuelle politischen Tendenzen und die Gefährdung gelebter humanistischer und demokratischer Werte in Gegenwart und Zukunft.
Lesung mit Thomas Nitschke (Mai 2021) title=

Diese Leidenschaft für eine befreiende Pädagogik ergriff auch die Gartenbesucher an der Rittergutskirche.

Gevatterbrief aus Kleinliebenau

Es gibt auch interessante Dinge zu berichten, abseits von Corona und Hygienevorschriften:

Kürzlich bekam ich einen Anruf von Frau Knoth, der ehemaligen Gasthausbesitzerin von Kleinliebenau. Sie bekam im letzten Jahr einen alten Brief von 1898 zugesandt, der beim Abriss eines Hauses in Kleinliebenau gefunden wurde. Der Brief ist von einem Herrn Knoth (ein entfernter Verwandter der Frau K.) an Herrn Erfurth (Bauer im Dorf Kleinliebenau) gerichtet, und er bittet ihn, Gevatter (Pate) seines jüngstgeborenen Söhnchens zu werden.

Ein so genannter „Gevatterbrief“ oder Patenbittbrief: solche Briefe wurden früher von Kantor oder Schulmeister verfasst, hatten also regional nahezu gleichen Inhalt. Frau Knoth wollte den Brief nicht wegwerfen und hat ihn mir geschickt, zur Bewahrung Kleinliebenauer Geschichte. So halte ich es für eine gute Idee, ihn hier auf der Webseite zu zeigen und zu bewahren – vielleicht meldet sich ja sogar ein Nachfahre vom Gevatter oder Täufling.

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