Wenn Bach die Kälte vertreibt – Begegnung mit einem jungen Organisten


Vor ein paar Tagen erhielt ich folgende E-Mail – ein Auszug daraus:

Ich heiße Alexander und bin Student an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Gestern habe ich die Kirche in Priesteblich besichtigt und dabei Ihre Frau getroffen, die mir Ihre E-Mail-Adresse gegeben hat.
Da ich Organist bin, interessiere ich mich sehr für Orgeln – besonders in Leipzig und Umgebung. Ihre Frau meinte, dass ich mit Ihnen klären könnte, ob es möglich wäre, die Kirche in Kleinliebenau zu besichtigen, um einige Fotos der Orgel und des Spieltisches zu machen.
Ich werde mein Masterstudium (Konzert Orgel) im Jahr 2026 abschließen und habe allein in den letzten zwei Jahren mehr als 80 Konzerte in sieben verschiedenen Ländern gespielt.

Natürlich sagte ich zu und antwortete ihm. Heute trafen wir uns in der bitterkalten Kirche. Alexander, ein sehr höflicher und freundlicher junger Mann, machte zahlreiche Fotos unserer Orgel. Als ich ihm anbot, nicht nur zu fotografieren, sondern auch selbst zu spielen, ließ er sich nicht lange bitten. Bald erfüllte Musik von Johann Sebastian Bach den Kirchenraum – seinem Lieblingskomponisten. Nebenbei erzählte Alexander, dass er bereits vor seinem Studium in seiner Heimat Russland Orgeln repariert hatte.
Unser musikalisches Intermezzo dauerte allerdings nicht lange. Die Kälte setzte ihm spürbar zu, besonders den Händen – er spielte sogar nur in Strümpfen. Anschließend lud ich ihn noch auf einen Tee ein, bis der Linienbus ihn zurück nach Leipzig brachte.
Vielleicht ergibt sich noch die Möglichkeit, ihm über meinen Kontakt in Horburg einen Besuch in der Marienkirche zu ermöglichen – dort zu fotografieren und zu spielen wäre ein Wunsch von ihm.

Alexander Instagram: archalex_orgel 


Nachlese: Blues, Balladen und Chansons zum ersten Advent

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Rückschau: Blues, Balladen und Chansons zum ersten Advent

Nachdem das geplante Konzert mit den Retired Folks leider kurzfristig abgesagt werden musste, freuten wir uns umso mehr, mit Mesche, Müller und Wollenberg eine hervorragende Ersatzformation begrüßen zu dürfen. Das Trio präsentierte ein abwechslungsreiches Programm aus Blues, Balladen und Chansons, das dem Publikum einen stimmungsvollen und vielseitigen Abend bescherte.

Ein Abend voller Atmosphären

Die drei Musiker führten mit gelungenen Stimmungswechseln durch ihr Programm. Wollenbergs markante, rauchige Stimme verlieh den Liedern Tiefe und Charakter, während Mesche mit fein nuancierten Tönen auf der Mundharmonika besondere Akzente setzte. Sie ist übrigens selbst Mitglied des Retired Folks-Ensembles. Am Piano rundete Herr Müller das musikalische Erlebnis einfühlsam ab und wurde immer wieder charmant von Wollenberg in die Moderation eingebunden.

Traditioneller Auftakt

Wie es bei uns gute Tradition ist, begann der Nachmittag mit Kaffee und Kuchen sowie – passend zur Jahreszeit – dem ersten Glühwein. In der Konzertpause erinnerte Pfarrerin Christine Tiel daran, dass wir uns in einer Kirche befinden und damit auch der geistlichen Tradition verbunden sind. Mit ihren besinnlichen Worten zum ersten Advent setzte sie einen warmen, ruhigen Akzent zwischen den musikalischen Teilen des Abends.

Ein gelungener Ausklang

In der zweiten Programmhälfte erwarteten die Besucher weitere nachdenkliche und berührende Stücke. Nach einem atmosphärisch dichten Finale verabschiedeten wir unsere Gäste in den Abend – dankbar für ein Konzert, das kurzfristig entstand und dennoch in jeder Hinsicht gelungen war.

Glühweinzeit

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Hallo Freunde,

am kommenden Sonntag, dem 1. Advent, findet unser nächstes Konzert statt:
„Wollenberg, Meschke und Müller – Chanssong bizarr, bitter und süß“.

Damit ihr euch davor – und natürlich auch danach – ein wenig aufwärmen könnt, haben wir Glühwein für euch vorbereitet. Und für alle, die lieber ohne Alkohol genießen, gibt es selbstverständlich auch alkoholfreien Glühwein.

Unsere schöne Tradition bleibt bestehen: Kaffee und Kuchen stehen wie immer ebenfalls für euch bereit.

Ich freue mich sehr auf euer Kommen!

Euer Herbergsvater Thomas

Veranstaltung
 

Meschke, Müller und Wollenberg – Blues, Balladen und Chansons

Am Sonntag den 30.11.2025
Start: 16:00 Uhr
Ende: 17:30 Uhr
 

VVK: 12 € Musikalienhandlung Oelsner Leipzig
Tageskasse: 15€

Jens-Paul Wollenberg, Leipzigs Chanson-Urgestein trifft auf den Pianisten Josef Müller und die
Bluesharp-Künstlerin Heike Meschke. Zu erwarten ist ein abwechslungsreicher Liederreigen, in
dem Wollenberg seine Hörerschaft mit vom Blues durchtränkter Melancholie überrascht.
Seine lebensphilosophischen Dichtungen von Einsamkeit, Liebe, Ungewissheit und Sehnsucht
sind umgarnt mit eindrucksvollen Klängen von Barpiano und Bluesharp.
Trotz der schaurig-melancholischer Bilder von Abgründen der menschlichen Seele weht dabei
aber auch stets eine frische Brise, die das hungrige Herz beruhigt und Aufbruch in neue
Sphären verheißt. „Durch die Risse der Einsamkeit schimmert immer wieder Hoffnung“.
Unverwechselbares zwischen Chanson, Boogie und Folkblues.

Veranstaltung
 

Lab of Asian Diaspora 2 – Das Band ohne Fessel

Am Sonntag den 07.12.2025
Start: 15:00 Uhr
Ende: 16:00 Uhr
 

Als besonderer Gast tritt die japanische Koto-Spielerin Naoko Kikuchi auf, begleitet von Texten von Tomoya Yokokawa.
Der Gastgeber Hang Su musiziert gemeinsam mit ihnen und erzählt seine Familienvergangenheit, die in der chinesisch-japanischen Geschichte oft übersehen oder verdrängt wurde.