Alle Beiträge von Jürgen Busch

Ein Schweizer Franken in der Turmkugel

Das Inventar einer Turmkugel zeugt von der Zeit und den Umständen der Erbauung von Gotteshäusern und repräsentativen Bauten. Neben Urkunden und Schriften mehrerer Generationen findet sich im Kleinliebenauer „Turmknauf“ ein Schweizer Franken. Er soll an die Hilfe unseres Ehrenmitglieds Frau Gisela Noser bei den umfassenden Sanierungsarbeiten in und am Kirchlein erinnern. Frau Gisela Noser, welche lange in der Schweiz lebte, feierte am 22. März 2014 ihren 85. Geburtstag. Dieser Festtag wurde natürlich auch in unserer Rittergutskirche begangen, wie die LVZ in ihrem Artikel berichtete.

LVZ am 26.03.2014: „Ehrenmitglied wird 85 Jahre“
Text: mey/rohe, Foto: Michael Strohmeyer Artikel lesen

Kulturpilger! Bleibt behütet 2014!

Liebe Kulturpilger,
liebe Freunde der Rittergutskirche Kleinliebenau,

habt  Dank für Euer/Ihr Engagement im vergangenen Jahr 2013! Danke für die Organisation und Durchführung aller Kulturveranstaltungen, Danke für die Durchführung der neuen Reihe „anders UNTERWEGS“, für die Gründung eines Chores, für die Betreuung der Pilger, das Sauber- und Instandhalten des Kirchleins, für alle Verwaltungsaufgaben, die Betreuung der Internetseiten, für das Ringen um den Preis des „Ländlichen Bauens“, für die Gottesdienste und das weihnachtliche Krippenspiel. Herzlichen Dank auch allen, die unser Bemühen mit Spenden unterstützt haben! Danke für Euren/Ihren Besuch unseres Kirchleins!

Alles Engagieren wurde zum Erfolg – ein Glück für unseren Verein und jeden persönlich.

Am wichtigsten ist und bleibt unsere wunderbare, bunte Gemeinschaft. Lasst uns im kommenden Jahr wieder kreativ und aktiv unseren Traum vom Wunder „Rittergutskirche Kleinliebenau“ leben.

An Euch denkend, bitte ich der/die/das Göttliche um die Bewahrung unserer Gesundheit und um Lebens- und Schaffenslust.

Bleibt behütet!
Bon camino!

Euer Henrik Mroska
mit Grüßen des Vorstandes

„Fiedel, du fehlst uns!“

Nachruf auf unseren Bauleiter Jörg Fiedler

Vor wenigen Tagen erreichte uns die bittere Nachricht, dass unser Bauleiter Jörg Fiedler mit nur 55 Jahren am 19. August verstorben ist.

Ein Schock. Sprachlosigkeit. Trauer.

Bauleiter Jörg Fiedler

Vor sechs Jahren lernten die Mitglieder unseres Kultur- und Pilgervereins Herrn Jörg Fiedler und seine Frau Annett Preiß kennen – kurz: das Planungsbüro Fiedler. Zu dieser Zeit suchten wir dringend einen neuen in der Denkmalpflege kompetenten Bauleiter, da wir uns von unserem bisherigen Bauingenieur trennen mussten. Wir befanden uns mitten im Bauprozess und waren glücklich, dass sich das Planungsbüro Fiedler schnell entschied, die Bauplanung und Bauüberwachung an der Rittergutskirche zu übernehmen.

Das Miteinander-Bauen beflügelte unsere Gemeinschaft im Verein. Gemeinsam beratschlagten wir mit der Denkmalpflege des Landkreises, externen Fachleuten und Vertretern der Baufirmen über die zu bewältigenden Aufgaben. Zu allen Problemen mit der Restaurierung unseres Kirchleins gab es viele Meinungen und Lösungsansätze. Das muss man erst einmal aushalten: als Verein und als Bauleiter. Das waren bewegte Zeiten, gerade weil wir viel kommunizierten und um die beste Baulösung gerungen haben. Gerade in diesem Gemeinschaftsprozess wuchsen wir zusammen: der Verein mit vielen engagierten ehrenamtlichen Bauleuten, die Mitglieder des Vorstandes und unser leidenschaftlicher Bauleiter Jörg Fiedler, von uns kurz Fiedel genannt.

Fiedel erlebten wir als einen zuverlässigen, rührigen, experimentierfreudigen und an der Rittergutskirche sowie seiner Inhaber interessierten Architekten und Bruder im Geiste. So konnte es passieren, dass man ihn mit Bandoneon und alten folk- und volkstümlichen Gesängen auf unseren Festen antraf: humorvoll, sinnierend, originell. Fiedel hatte seinen Platz in unserer Gemeinschaft. Alles das deutet nur unseren Verlust an. Annett Preiß schrieb mir heute: „Jörg hat sich bei Euch immer wohl gefühlt… Wir wurden immer sehr herzlich bei Euch aufgenommen – es war eine schöne und interessante Zeit mit Euch – voller guter Begegnungen.“ Das können wir ebenso über die gemeinsame Zeit mit Jörg Fiedler und seiner Frau Annett Preis sagen.

Und so kann ich als Vorsitzender der bunten Kulturpilgertruppe unserem Bauleiter nur nachrufen: „Fiedel, du fehlst uns!“

Henrik Mroska

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Baureferenzen (in Auszügen) von Herrn Jörg Fiedler

Rittergutskirche Kleinliebenau (2000/ bis 2011)
Augusteum / Predigerseminar, Lutherstadt Wittenberg (2007 bis 2010)
Bauensemble Eisenhart, Wörlitzer Anlagen (2005 bis 2008)
Bischofskurie am Naumburger Dom (2008 bis 2009)
Schlosskirche, Lutherstadt Wittenberg (2007 bis 2009)

Verein nimmt erste Hürde beim Landeswettbewerb Ländliches Bauen

Der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. bewarb sich im Frühjahr für die Teilnahme am Landeswettbewerb Ländliches Bauen, der vom Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft seit 1993 alljährlich ausgelobt wird. Bei diesem Wettbewerb geht es um die Würdigung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Erhalt und der Umnutzung von dörflicher Baukultur.

Am Dienstag, den 06.08.2013 empfing der Verein die Jury des Landeswettbewerbes in der Rittergutskirche Kleinliebenau. Lesen Sie alles über den spannenden Besuch im LVZ-Artikel von Roland Heinrich.

LVZ am 08.08.2013: „Wir haben ein gutes Bauchgefühl“
Text: Roland Heinrich, Foto: Michael Strohmeyer Artikel lesen

Eine Stiftung für die Rittergutskirche Kleinliebenau

Die Rittergutskirche Kleinliebenau ist mit ihren Kulturveranstaltungen seit Jahren eine feste Adresse für Gäste aus dem Umland geworden. Das im Frührjahr 2009 eröffnete neu errichtete Refugium bietet seitdem der pilgernden Öffentlichkeit Quartier. Hinter all dem steckt ein engagierter Verein und dessen Vorsitzender Henrik Mroska.

Seit 2005 ist die Rittergutskirche Kleinliebenau streng genommen Mroskas Privatbesitz. Er hatte sie für einen symbolischen Euro, aber mit strengen Auflagen von der Gemeinde erworben. Nach erfolgreicher Sanierung ist es nun an der Zeit, über neue Rahmenbedingungen nachzudenken. Bis zum Ende des Jahres soll eine Stiftung gegründet werden und die Rittergutskirche in deren Besitz übergehen. Lesen Sie mehr über die Pläne zur Stiftungsgründung im LVZ-Artikel von Roland Heinrich.

LVZ am 12.07.2013: „Da geht doch noch was!“
Text: Roland Heinrich, Foto: Michael Strohmeyer Artikel lesen

Verein wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder des Kultur- und Pilgervereins Kleinliebenau e.V. haben auf ihrer Vereinsversammlung am 24.01.2013 einen neuen Vorstand gewählt. Henrik Mroska wurde erneut zum Vorsitzenden berufen. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden übernahm Ralf Kuhnke vom Vorgänger Holger Simmat. Um die Finanzen des Vereins kümmert sich fortan Ernestine Adaschkiewitz.

Vereinsversammlung am 24.01.2013

Der Kultur- und Pilgerverein Kleinliebenau e.V. lädt alle Mitglieder zur Vereinsversammlung am Donnerstag, den 24. Januar 2013 um 19:00 Uhr in den Gasthof Kleinliebenau ein. Neben Rückblicken, Ausblicken und der Neuwahl des Vorstandes soll genügend Zeit sein, den mit der Orgelweihe gut gelungenen Abschluss der Restaurierungsarbeiten an der Kleinliebenauer Rittergutskirche nach 7 Jahren zu feiern.

Geplante Tagesordnung:
TOP 1: Rechenschaftsbericht des Vorstandes für das Jahr 2012
TOP 2: Entlastung des alten und Wahl des neuen Vorstandes
TOP 3: Ausblick auf das Jahr 2013 und erste Planungen zur Absicherung unseres Kulturprogramms Frühjahr/Sommer 2013
TOP 4: Sonstiges

Kulturpilger wünschen alles Gute für 2013

Liebe Freundinnen und Freunde der Rittergutskirche,

wir haben es geschafft! Nach fünfeinhalb Jahren Bau- und Restaurationstätigkeit hat unser barockes Gotteshaus seine neue und doch ursprüngliche Gestalt zurückerhalten. Wir erleben das spätbarocke Bauwerk seit sieben Jahren als ein sehr aktives Kulturzentrum in der Leipziger Aue, welches längst kein Geheimtipp mehr ist (Danke Matthias Caffier). Und seit drei Jahren übernachten Pilger des Jakobsweges in der Herberge an der Kirche.

Wunderbares ist so in sieben Jahren Vereinsgeschichte geschehen – und so schauen wir jetzt am Ende des Jahres 2012 voller Dankbarkeit zurück auf eines von sieben guten Jahren.

In der Kleinliebenauer Zeitrechnung war 2012 das Jahr der Orgel. Herr Gernhard legte schon Ende 2011 eine umfangreiche Expertise zur Friedrich-Gerhardt-Orgel vor. Seit Beginn des nun ablaufenden Jahre setzten sich zahlreiche Vereinsmitglieder für die bauvorbereitenden Maßnahmen der Restaurationsarbeiten ein oder trieben die Patenaktion für die Orgelpfeifen voran (Danke Herr Gernhard, Erhardt und Hermine Zeinert, Siegfried Adaschkiewitz, Bauplanungsbüro Fiedler, Dieter Weber, Siegfried Dorn, Thomas Pfeifer, Jeanette Rüger, Sarah Busch, Heike Sichting, Ursula Quester u.a.). Im Spätsommer begann die Orgelrestauration durch die Orgelbauer Herr Lindner und Herr Bartsch. Termingenau am 23. Dezember wurde die Friedrich-Gerhardt-Orgel mit einer Orgelweihe in den Dienst gestellt. Und mit diesem Ereignis beginnt auch für uns als Kultur- und Pilgerverein die Zeit der Entspannung und des Genusses: Als aktiver Bauverein können wir nun inne halten, auf die Klänge unserer Orgel hören und dankbar auf das Erreichte zurückschauen – vielleicht indem wir in unserer Vereinsbroschüre blättern (Danke Heike Sichting, Matthias Caffier, Holger Simmat, Thomas Nitzschke) oder unsere wunderbare neue Webseite durchstöbern (Danke Jürgen Busch, Sarah Busch, Heike Sichting, Alexander Wolsza, Chris Donner).

Wie viele Dinge sind wieder in einem Jahr gewachsen und welche guten Wege konnten wir gemeinsam gehen. Begeistert und dankbar wünsche ich uns und allen Freundinnen und Freunden der Kleinliebenauer Rittergutskirche: Lassen wir auch im Jahr 2013 Neues wachsen, Geliebtes pflegen, laßt uns auch 2013 alte und neue Wege der Gemeinschaft gehen.

Bleibt behütet! Bon Camino!
Euer/Ihr Henrik Mroska

Feierliche Orgelweihe krönt die Restaurierung der Rittergutskirche

Das viel beschworene Wunder von Kleinliebenau fand am 23. Dezember 2012 mit einem Festgottesdienst zur Wiederinbetriebnahme der restaurierten Friedrich-Gerhardt-Orgel in der völlig überfüllten Rittergutskirche seinen vorläufigen Höhepunkt. Bevor die schöne Orgel von den beiden evangelischen und katholischen Pfarrern Axel Meißner und Dr. Christian in einer feierlichen Zeremonie geweiht wurde, beschworen der anwesende Oberbürgermeister von Schkeuditz, Jörg Enke, Vereinsvorsitzender Henrik Mroska und Pfarrer Axel Meißner mehrfach das anhaltende Wunder von Kleinliebenau. In nur sieben Jahren hat es der Kultur- und Pilgerverein geschafft, aus der Kirchenruine, die „unter die Räuber gefallen war“, ein vollständig denkmalgerecht saniertes Kirchengebäude wiedererstehen zu lassen und dem verfallenen Gebäude sogar seine Stimme, nämlich die Orgel, wiederzugeben, betonten die Laudatoren. „Das übertrifft die kühnsten Erwartungen“, so OBM Enke. Henrik Mroska gab den Dank umgehend an die vielen Unterstützer, Sponsoren und besonders verdienstvolle Vereinsmitglieder weiter, ehe durch die beiden Geistlichen die Orgel geweiht wurde und sich der erste Ton langsam anschwellend im Kirchenraum ausbreitete. Mit dem Liedgesang „Nun danket alle Gott“ stimmte die Gemeinde in den Jubel ein. Danach ließen Kantor Frank Zimpel, von Alexander Pfeifer auf der Trompete begleitet, das „Voluntary für Trompete und Orgel“ von John Stanlay erklingen, ehe der junge Kantor mit Präludium und Fuge G-Dur von Johann Sebastian Bach zeigte, welche Klangschönheit dieser Orgel zu entlocken ist. Das exzellent aufeinander eingespielte Duo Alexander Pfeifer und Frank Zimpel brachte noch mehrere Musikstücke zu Gehör, von denen die Pavagne in g-Moll von Gabriel Fauré besonders berührte.

Zu den Ehrengästen dieser Weihe gehörten auch die beiden Orgelbauer Johannes Lindner und Thomas Bartsch, die das marode Instrument in relativ kurzer Zeit restaurierten. Der Verein bedankte sich mit herzlichen Worten und kleinen Geschenken bei ihnen. Johannes Lindner bot dafür Orgelinteressierten im Anschluss an die Veranstaltung eine sachkundige Erläuterung des Instrumentes an. Davon machten mehrere Besucher gern Gebrauch, nachdem sie und alle anderen zuvor die beiden Künstler und Mitglieder des Posaunenchors Schkeuditz mit viel Beifall verabschiedet hatten.

Alle Teilnehmer – einige von weither angereist – zeigten sich vom jüngsten Wunder Kleinliebenaus sichtlich beeindruckt. Eine davon teilte dem Verein ihre Begeisterung per E-Mail mit, fand die Orgelweihe sehr beeindruckend und gratulierte dem Verein „zu eurem tollen Gemeinschaftswerk. […] Es war für uns ein wunderbares Weihnachtserlebnis, an dieser Orgelweihe teilnehmen zu können.“

Am Rand der Veranstaltung informierte Matthias Caffier darüber, dass das nächste Orgel-konzert an der Friedrich-Gerhard-Orgel am 21. April 2013 stattfinden wird. Unter dem Titel „Reichtum des Erlebens“ spielen dann der Magdeburger Organist Matthias Mück und Saxophon-Legende Warnfried Altmann ausgewählte Werke für Orgel und Saxophon. Man sollte sich diesen Termin vormerken!