Mitch Walking Elk & Wade Fernandez – We will survive

Die beiden US-amerikanischen Musiker mit indianischen Wurzeln sind wieder auf Deutschlandtour. In Kleinliebenau legen sie bereits zum zweiten Mal einen Zwischenstopp ein. In ihrem neuen Programm "We will survive" (Wir werden überleben) erklingen Country-Balladen und sozialkritische Rocksongs, Protestlieder gegen den Völkermord an den Indianern und Blues. Die mehrfachen Festival-Preisträger treten dabei mit Gitarren, Flöten und Trommel auf.
Kulturbeitrag: 8 €
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Mitch Walking Elk & Wade Fernandez"We will survive" (Wir werden überleben) heißt das Programm von Mitch Walking Elk und Wade Fernandez. Trotz der Ausrottungspolitik gibt es die Ureinwohner immer noch und beide Musiker haben sich 2016 an den Protesten gegen den Teersand-Abbauwahn und den Bau der Dakota Access Pipeline beteiligt.

Kenner der Musikszene begeistern sich für den Cheyenne-Arapaho Mitch Walking Elk wegen des Facettenreichtums seiner Texte und der Intensität seiner Lieder. Der Menominee Wade Fernandez wird wegen seiner heißen Folk- und Rock-Rhythmen gefeiert. Bei ihren Tourneen präsentieren sie ihr eigenes Repertoire und begleiten sich gegenseitig. Stimmgewaltig singt Mitch Walking Elk zu Gitarre und Trommel seine Protestlieder, mit denen er den Völkermord an den Indigenen anklagt. Es sind gefühlvolle Country-Balladen, sozialkritische Rocksongs und Traditionals, in denen sich Einflüsse des Blues und Rock mischen. Wade Fernandez erzählt in seinen Liedern von den Mythen seines Volkes und dessen spirituellem Reichtum. Er ist ein Virtuose auf der E-Gitarre. Auf seinem jüngsten Album "Water is Life" stehen Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Kohleabbau in seiner Reservation im Norden des Bundesstaates Wisconsin im Blickpunkt. Auf seiner gleichzeitig erschienenen CD "Journey Of The Heart" (Reise mit dem Herzen) sorgen Flöte, Cello, Gitarre und Percussion für einen sphärischen Sound, der die Zuhörer in die indigene Gefühlswelt eintauchen lässt.

Beide Musiker stehen für die Probleme der Ureinwohner in Vergangenheit und Gegenwart. Mitch Walking Elk, der als Sozialarbeiter in St. Paul/Minnesota arbeitet, ist als Kind in eine Internatsschule gezwungen worden. Ihm sollte seine indianische Identität mit Gewalt genommen werden. Später trank er und landete im Gefängnis. Die Musik und die Rückbesinnung auf die Traditionen seiner Vorfahren machten ihn zu einem spirituellen Begleiter seines Volkes und einem Mitglied des American Indian Movement, einer Bewegung, die den Indianern seit 1968 zu einem neuen Selbstwertgefühl verholfen hat.

Wade Fernandez wurde mit dem Community Spirit Award geehrt, weil er sich für die Erhaltung der Sprache der Menominee einsetzt. 2006 wurde er mit dem Native American Music Award (NAMA) ausgezeichnet. Mitch Walking Elk krönte 2013 mit einem Blues seine bisherige Karriere mit einem der begehrten NAMA-Preise. Beide Musiker wurden außerdem beim Indian Summer Festival in Milwaukee geehrt.

Internet

Webseiten: www.mitchwalkingelk.com und www.wadefernandez.com
Rezensionen vom Auftritt 2014: Red Roots Music