Fleißige Frühjahrsputzer (Teil 1)

Bei herrlichem Sonnenschein und fast schon sommerlichen Temperaturen trafen wir uns am Sonnabend, dem 18. April, zum ersten diesjährigen „Subbotnik“.

Etwas spät im Jahr zwar, aber gut gelaunt wurden der Winterstaub drinnen beseitigt, das Pflaster gekehrt, allzu üppig wachsendes „Grünzeug“ draußen in die Schranken gewiesen und alle Bänke draußen  bekamen eine Inspektion und einen neuen Anstrich.

Nun können wir den Unterschied zwischen „habitusgerechtem“ und „Hausmeister-“ Schnitt an den Sträuchern beobachten und Schlussfolgerungen ziehen.

Die kleinen wilden Strohblümchen in den Pflasterritzen haben wir absichtlich stehen gelassen und ebenso den Färberwaid und den Mohn auf der Südseite. Dabei fiel der Blick auch auf unseren gerade so herrlich blühenden Birnbaum. Sieh an: die Pflanzaktion ist schon wieder 10 Jahre her! Bei der Pflanzung hatte das Bäumchen bereits acht Jahre in der Baumschule des LebensGut Cobstädt e.V. hinter sich, wird also in diesem Jahr volljährig. Im Sommer 2025 bot die ‚Gräfin von Paris‘ schon ein paar Kostproben. Wir sollten hier vielleicht im nächsten Herbst mal den Nachbarbäumen ein paar Äste einkürzen, damit die ‚Gräfin‘ sich noch besser entfalten kann.

Schon bald wurde zum Essen geblasen und es gab Obst, Häppchen, Grillgut und so manchen Trunk (oder Trank?).
Ein herzliches Danke an Andreas B, Annegret D, Barbara G, Heike S, Henrik M, Jürgen  V, Jürgen W,  Matthias C,  Moni V, Steffen W, Sven und natürlich an den Grillmeister Thomas H!

Im Anschluss wurde noch über das diesjährige SoundCheck-Festival beraten, aber das ist schon wieder ein anderes Thema. Wir freuen uns drauf!

Heike für diese Randnotiz

Pflanzaktion zum Erntedank

Erlebtes

Zum diesjährigen Erntedankfest konnte unser kleiner Kirchgarten um eine Obstrarität ergänzt werden. Und das kam so: der Zufall wollte es, dass Mitglieder der Vereine „Eine Neue Erde“ und „FOOD: Foundation Of Our Development e.V.“ vom 18. September bis zum 02. Oktober von Erfurt nach Berlin pilgerten und dabei am 24. September in Kleinliebenau eintrafen. Die beiden Vereine engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung bzw. für die Verbreitung von Obstraritäten auf dem Jakobsweg.

Für die letztere Idee stand die Pflanzung eines Obstbaumes. Dank rascher Organisation durch unseren Verein im Vorfeld wurde ein schlankwüchsiger Birnbaum der Sorte „Gräfin von Paris“ mit einer Pflanzaktion im Rahmen des Erntedankgottesdienstes am letzten Septembersonntag in die Blumenwiese am Lustgang gepflanzt.

Der Baum wurde von den Gärtnern des LebensGut Cobstädt e.V. in ihrer kleinen Baumschule herangezogen.

LVZ am 29.09.2016, Text und Foto: Michael Strohmeyer

Wohnzimmer = Kultureventbaustelle

Vereinsleben

„Keine Ahnung was da auf uns zukommt! Aber: Ihr seid herzlich dazu eingeladen – und wie immer ganz spontan! Der Kulturpilger im Kleinformat!“ – mit diesen Worten lud Henrik überraschend in sein Wohnzimmer ein, um mit Gästen eine neue Form von Kunst zu erleben.

As far away as home, Paris - Warsaw 01 | Photos by J. C. (c) 2013
As far away as home, Paris – Warsaw 01 | Photos by J. C. (c) 2013

Sandino, Luka und Juliette, drei junge „Aktionskunst-Kuratoren“ aus der Schweiz und derzeit in Paris lebend, stellten auf einer Reise von Paris nach Warschau ein Ausstellungsprojekt des Niederländers Guido van der Werve anstelle einer musealen Präsentation vor. In den Wohnzimmern von Leuten, die sie mehr oder weniger zufällig auf der Strecke Paris-Warschau aussuchten. Und dazu gehörte das von Henrik.

As far away as home, Paris - Warsaw 02 | Photos by J. C. (c) 2013
As far away as home, Paris – Warsaw 02 | Photos by J. C. (c) 2013

Es ging um das jüngste Videowerk des Aktionskünstlers Nummer veertien, home (2012).
Die an sich einfache Idee des Künstlers ist es, sich „As far away as home“ („Genau so weit weg wie nach Hause“) schwimmend, laufend und radfahrend dem Thema „zu Hause“ (= home) anzunähern und dabei das Leben Frederic Chopins als roten Faden zu benutzen: von Warschau nach Paris, 1700 km.

As far away as home, Paris - Warsaw 03 | Photos by J. C. (c) 2013
As far away as home, Paris – Warsaw 03 | Photos by J. C. (c) 2013

Van der Werve selbst, als „thrillingly idiosyncratic artist“ beschrieben, lernten wir leider nicht kennen – dafür hatten wir einen sehr anregenden Abend mit den drei Wahl-Parisern, welche uns das Kunstwerk nahe brachten und mit denen wir über Kunst, Kultur, Pilgern und Gott und die Welt philosophierten.

As far away as home, Paris - Warsaw 04 | Photos by J. C. (c) 2013
As far away as home, Paris – Warsaw 04 | Photos by J. C. (c) 2013

Für Interessenten gibt es unten  den Verweis auf die Webseite der Schweizer Galerie, welche das Kunstwerk kuratiert. Dort kann man auch ein Dossier zum Kunstwerk herunterladen. Und auf unseren Fotoseiten drei Bilder vom Abend, aufgenommen von Profi-Fotografin J. C.

www.neuegalerie.ch